Archiv für Februar 2011

♥ Traute Dreisamkeit in einträchtiger Konformität ♥


Auf welche Länge kommt wohl eine Liste die aufzählt, was in diesem Video alles unterirdische Kackscheiße ist?

(Bitte)re Erkenntnis

Die Erkenntnis mag zwar bitter sein, aber immerhin wird die Realität beim Fanprojekt des VfL Wolfsburg thematisiert und nicht abgestritten:

Vom 17. Mai bis 2. Juni 2011 findet zudem die Ausstellung „Tatort Stadion 2″ in Wolfsburg statt.
Diese Veranstaltungsreihe befasst sich vor allem mit den Problemen der alltäglichen Diskriminierung und Gegenmaßnahmen gegenüber Aktivitäten von (Neo)Nazis in Fußballstadien.

Näheres gibt es hier:
Fanprojekt Wolfsburg
Tatort Stadion

Spruchbänder gegen Nazis

Gezeigt im Januar 2011 von den Ultras Braunschweig.

Auszüge aus dem „Lagebericht Rechtsextremismus in Niedersachsen“

Im März 2010 wurde von der Linksfraktion im Niedersächsischen Landtag die Broschüre „Lagebericht Rechtsextremismus in Niedersachsen – Neonazis zwischen Harz und Küste“ herausgebracht. Der 60-seitige Bericht zeigt die rechten Strukturen im Bundesland auf und widmet sich den ortsansässigen Nazi-Gruppen. Die Nazis in der Region Braunschweig füllen dabei 9 Seiten. Auf mehreren Seiten werden z.B. „Autonome Nationalisten Harz und Heide“ und „Autonome Nationalisten Wolfenbüttel/Salzgitter“ behandelt, und ihre Verbindungen zur Braunschweiger Fanszene – insbesondere zu Gruppen wie „Kategorie Braunschweig“ (KBS), „Hornburger Jungs“ (HJ) und „Fette Schweine/Hungerhaken“ (FSHH) – erörtert.

Leider ist aktuell kein Online-Exemplar im WWW vorhanden, daher hier nur die Auszüge mit Bezug auf die BTSV-Fanszene unter den angeführten Kapiteln.
Reale Nachnamen von nicht parteigebundenen Personen sind durch [*] von vonnichtsgewusst.blogsport.de gekürzt worden.

3. Rechtsextreme in der Region Braunschweig

3.4 „Autonome Nationalisten Harz und Heide“
Eine weitere Neonazigruppe der Region sind die „Autonomen Nationalisten Harz und Heide“ (ANHH) aus Braunschweig.
Anfang vergangenen Jahres gründete der 28-jährige Stephan „Gambo“ L****** diese Truppe, nachdem seine Suche in diversen rechtsextremistischen Internetforen nach bestehenden AN-Gruppen in der Region erfolglos blieb. L****** stammt aus dem Hooliganspektrum von Eintracht Braunschweig. Dort ist er Mitglied bei „Kategorie Braunschweig“, einer rechtsoffenenen Gruppe von meist älteren Hooligans. Er pflegt enge Kontakte zur jugendlichen Fanorganisation „Cattiva Brunsviga“, deren Mitglieder Verbindungen ins rechtsextremistische Lager haben. Mitglieder dieser Fanorganisation waren im August vergangenen Jahres auf der Geburtstagsfeier L******* in der Braunschweiger Kneipe „Ollys“ anwesend. L******* begann, eine Internetseite unter dem Label ANHH ins Leben zu rufen und diese mit selbst erstellten Wurfzetteln mit der Aufschrift „Werde aktiv“ zu bewerben. Nach einiger Zeit schaffte er es tatsächlich, einige Aktivisten um sich zu scharen. Dazu gehört Axel „Aki“ W****, der bereits vor drei Jahren unter dem Pseudonym „Kamerad06“ fleißig im Internetforum der NPD Braunschweig schrieb. Etwa zeitgleich rief er eine Homepage mit dem Namen „Kameradschaft Braunschweig“ ins Leben. Darin kündigte er großspurig die Vernetzung aller Nationalisten Braunschweigs an – ein Vorhaben, was nie realisiert wurde. Unter dem Namen „Kamerad06“ veröffentlichte W**** auch eine CD mit antisemitischen Hetzliedern und anderem nationalsozialistischen Inhalten. Er zeichnete neben Stephan L****** für zahlreiche Texte im Internet verantwortlich und betreute parallel das eigene Internetprojekt „Nationales Schulungszentrum“. Dort fanden sich mehrere selbstverfasste Texte zu verschiedenen, für die „Autonomen Nationalisten“ wichtigen Themenbereichen.
Zum Umfeld der ANHH zählen auch Jannes K********, Florian O****** und Marius K**********, der mittlerweile zur „Burschenschaft Thormania“ gewechselt ist (Kapitel 3.1). Auch diese drei Neonazis kannten sich vom Fußball. Aus ihrer nationalsozialistischen Gesinnung machen die ANHH keinen Hehl. In einem Demonstrationsbericht werden ehemalige Angehörige der Waffen SS als „Mitkämpfer“ bezeichnet

Erste regionale Kontakte knüpfte die ANHH zur „Bürgerinitiative für Zivilcourage Wolfsburg“ (BfZ-WOB), mit der sie gemeinsam zu Aufmärschen fuhr. Als sich fast zeitgleich mit den ANHH auch die „Autonomen Nationalisten Wolfenbüttel/Salzgitter“ (ANWF/SZ) gründeten, kam ein weiterer Bündnispartner in der Region hinzu. Beide Nazigruppen fuhren Anfang August vergangenen Jahres gemeinsam zum bundesweit mobilisierten Naziaufmarsch nach Bad Nenndorf. Ob die ANHH weitere Kontakte zu anderen Neonazi-Organisationen pflegen, ist unklar. Fakt ist, dass sie im Dezember ein Transparent der „Nationalen Sozialisten Niedersachen“ (NASO) trugen – eine rechtsextremistische Dachorganisation aus dem Umfeld der „Kameradschaft 73 Celle“.

Die „Autonomen Nationalisten Harz und Heide“ verteilten zur Fußball Europameisterschaft im vergangenen Jahr Flugblätter der BfZ-WOB beim „Public Viewing“ am Platz an der Martinikirche in Braunschweig. Ein halbes Jahr später verteilten sie nach eigenen Angaben Flugblätter, die unter der Überschrift „Tiere sind kein Spielzeug“, das Verschenken von Tieren an Kinder verurteilten. Schüler der Integrierten Gesamtschule Franzsches Feld in Braunschweig berichteten von einem Transparent der ANHH am Kreiswehrersatzamt in der Grünewaldstraße, auf dem „Arbeitsplätze statt Kriegseinsätze“ zu lesen war. Im Braunschweiger Stadtbild tauchten bald sporadisch eigene Aufkleber und Plakate mit dem Schriftzug „Nationalbefreite Zonen erkämpfen“ und der Internetadresse der ANHH auf. Zurzeit ist es um die ANHH allerdings still geworden. Die Homepage existiert nicht mehr, und eigene Aktionen bleiben aus. Zu Aufmärschen fahren sie aber trotzdem noch. Stephan L****** und Axel W**** wurden gemeinsam mit Mitgliedern der AN-WF/SZ am 1.Mai dieses Jahres in Friedland gesehen.

3.6 Wahlergebnisse und Akzeptanz der NPD
3.6.1 Mandat im Wolfenbütteler Kreistag
Erfolgreicher ist die NPD im Braunschweiger Umland. In Wolfenbüttel konnte sie zur Kommunalwahl mit 1,7 Prozent der Wählerstimmen erstmals nach 1968 wieder ein Mandat im Wolfenbütteler Kreistag erringen. Mandatsträger war anfangs der gelernte Landwirt Thomas Kupferschmidt aus Achim, der im Dezember vor zwei Jahren aus persönlichen Gründen ausschied. Kupferschmidt bewegt sich weiterhin im Umfeld der rechten Fanorganisation „Hornburger Jungs“ um den Fußballverein Eintracht Braunschweig. Mitglieder der „Hornburger Jungs“ haben wie Kupferschmidt persönliche Kontakte zu Mitgliedern der „Autonomen Nationalisten Wolfenbüttel/Salzgitter“ (ANWF/SZ). Mitglieder der „Hornburger Jungs“, darunter Sven N********, nahmen am sogenannten „Fest der Völker“ der NPD Mitte September vergangenen Jahres in Altenburg teil.

Für Kupferschmidt rückte die NPD-Größe und der ehemalige Braunschweiger Waldorfschullehrer Andreas Molau in den Wolfenbütteler Kreistag nach. Molau war zu diesem Zeitpunkt stellvertretender Chefredakteur des NPD-Organs „Deutsche Stimme“ und Berater der NPD Landtagsfraktion in Sachsen. Zwar hatte bereits Kupferschmidt einige Anträge im Kreistag gestellt, doch erst mit Molau wurde die NPD Wolfenbüttel im Kreistag wieder aktiver. Er stellte Anträge zur Waldrodung in der Asse oder zur Sicherheit von Schulwegen. Seit Molau allerdings Anfang dieses Jahres zur DVU übergetreten ist und so gut wie alle Ämter in der NPD niedergelegt hat, nahm er an keiner Kreistagssitzung mehr teil.

Neben Anträgen im Kreistag organisierte die NPD zwei Infostände in der Wolfenbütteler Innenstadt. Den ersten konnte die Partei noch weitgehend ungestört abhalten, den zweiten Stand im November vergangenen Jahres verhinderten rund 50 DemonstrantInnen und AntifaschistInnen. Den ersten Infostand betreuten drei Leute: Andreas Molau persönlich, Patrick K******* aus Vienenburg, der auch Vorsitzender des im Juli gegründeten Kreisverbandes Goslar ist, und Simon B****** von der „Nationalen Kameradschaft Harz“(NKH). Letztere übernimmt seit geraumer Zeit für die NPD in der Harzregion Ordner- und Schutzdienste. An den wenigen Teilnehmern des Infostandes zeigt sich, wie dünn die Personaldecke der NPD wohl auch in Wolfenbüttel ist. Zur Europawahl war im Stadtgebiet kein NPD-Plakat zu sehen, dafür aber viele Plakate von der DVU. Unterm Strich spielt die NPD in der öffentlichen Wahrnehmung in Wolfenbüttel und Braunschweig keine große Rolle.

3.7 Fazit der rechtsextremistischen Strukturen
Die rechtsextremistischen Akteure in der Region Braunschweig stammen aus allen gesellschaftlichen Schichten. Sie besuchen die Hauptschule genauso wie das Gymnasium, sie studieren oder machen eine konventionelle Ausbildung. Das oftmals konstruierte Bild vom psychisch verwahrlosten und ungebildeten jugendlichen Neonazi, der in der Familie nie Liebe erfahren hat, bestätigt sich hier nicht. Lokale Initiativen sprechen von einer Zunahme rechtsextremistischer Aktivitäten. Laut der Polizei Wolfenbüttel kam es von Januar 2008 bis zum April dieses Jahres zu 31 politisch motivierte Straftaten „aus dem Phänomenbereich Rechts im Bereich des Landkreises Wolfenbüttel einschließlich der Stadt Wolfenbüttel“. Regionale, bislang unveröffentlichte Chroniken rechtsextremistischer Aktivitäten und Gewalttaten von lokalen Initiativen in Wolfenbüttel, die sich auf Augenzeugenberichte stützen, kommen auf fast doppelt so viele Fälle. Da viele Delikte nicht angezeigt werden, ist das nicht verwunderlich. Leider ist in den offiziellen Statistiken der Grauzonenbereich vielerorts sehr groß, weil Neonazis regional oft nicht als Problem wahrgenommen werden. In der gesamten Region Braunschweig verhält sich das ähnlich. Dadurch, dass Neonazis wie die „Autonomen Nationalisten“ nicht mehr so offen in Erscheinung treten, wird dieser Effekt noch verstärkt.

Anders dagegen ist die Situation bei Jugendlichen, da Nazis auch in der Region Braunschweig Einzug in verschiedene Jugendsubkulturen halten. Jugendliche nehmen Nazis durch Aufkleber und Graffitis im Stadtbild und durch persönliche Kontakte über die Schule und Sportvereine eher wahr als ältere Menschen. Regional haben Rechtsextreme kaum einschlägige Gaststätten und Schauplätze, wo sie sich treffen. Sie besuchen, wie alle anderen auch, verschiedene Discotheken und Kneipen. Davon ausgenommen sind ein paar Lokale, die Neonazis schon öfter einmal in einer größeren Gruppe besucht haben. In der „Discothek Tango 2000“ in Braunschweig verkehren beispielsweise regelmäßig Mitglieder der „Autonomen Nationalisten Harz und Heide“ (Kapitel 3.4) und Personen aus der rechtsextremistischen Hooliganszene. Im Internet kursieren Bilder, auf denen Neonazis im „Tango“ offen den Hitlergruß skandieren. Ähnlich die „Discothek Weltkugel“ in Schladen: Dort gingen regelmäßig Mitglieder der „Autonomen Nationalisten Wolfenbüttel/Salzgitter“ (Kapitel 3.3) und der ehemaligen Neonaziband „Donnerhall“ aus Peine mit einschlägiger Kleidung ein und aus.

3.8 Rechtsextreme Fangruppen
Nach dem Überblick über die neonazistischen Strukturen in der Region Braunschweig, wirft dieses Kapitel einen genaueren Blick auf die subkulturelle Ebene der extremen Rechten vor Ort. Denn Neonazis sind hier nicht nur in Aktionsgruppen und der NPD aktiv. Ein weiteres Feld sind einige rechtsoffene oder rechtsextremistische Fangruppen. Die eindeutigsten davon sind die, zumindest noch im Internet vertretenen, „Berserker Braunschweig“. Sie klebten eigene geschichtsrevisionistische Aufkleber mit dem Bild eines Waffen-SS-Soldaten und der Aufschrift „Mein Opa war kein Verbrecher“.

Viele andere Fanorganisationen streiten zwar eine rechte Gesinnung ab, deren Mitgliederstruktur spricht aber eine andere Sprache. Ein Beispiel dafür ist die Hooligangruppe „Kategorie Braunschweig“ (KBS). Zu dieser Fanorganisation zählen auch der Initiator der „Autonomen Nationalisten Harz und Heide“, Stephan L******, sowie Dominik F****** und Florian S******, die beide am Neonaziaufmarsch im Juni vor vier Jahren in Braunschweig beteiligt waren. Mitglieder der KBS treten nicht nur im Stadion mit Bekleidung der extrem rechten Modemarke „Thor Steinar“ auf. Im Internet skandieren sie auf Bildern und in Videos den „Hitlergruß“, während im Hintergrund Musik von bekannten Rechtsrockbands eingespielt wird.

Eine weitere dem rechten Hooliganspektrum zuzurechnende Gruppe sind die „Fetten Schweine/Hungerhaken“ (FSHH), zu denen Mario B******* aus dem Umfeld der „Autonomen Nationalisten Wolfenbüttel/Salzgitter“ zählt. Mit David B**** aus Wolfenbüttel trat ein anderes Mitglied der Gruppe bei einem Fanturnier in Braunschweig mit einem Pullover der rechten Modemarke „Thor Steinar“ auf. Am Turnier beteiligten sich die FSHH und gewannen es. Dominik K***, der auch der Mannschaft der FSHH angehörte, feierte den Sieg in einem Internetforum schließlich mit den Worten: „Wir sind Fette, Asoziale. Wir machen überall Randale und unsere Farben sind schwarz-weiß-rot, wir bleiben treu bis in den Tod“.

Eng mit den FSHH verbandelt sind die „Hornburger Jungs“ und die rechtsoffene „Cattiva Brunsviga“. Auch die „Blue Berrets Brunswiek“ (BBB), die im Stadion mit blauen Barrettmützen auftreten, haben personelle Überschneidungen zu regionalen Neonazis, die aus dem Umfeld der „Burschenschaft Thormania“ (BT) kommen. Steffen K*** ist dort Mitglied (vgl. Kapitel 3.1.2), und zeitweise war die Internetpräsenz der BBB über die der BT verlinkt.

Die aus dem rechten Hooliganmilieu stammende Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ trat mehrmals in der Region auf – beispielsweise im Juni vor zwei Jahren im Vereinsheim der Kleingartensiedlung „Ernteglück“ in Wolfsburg. Der Vereinsvorstand distanzierte sich aufgrund von Presseberichten kurz danach von dem Konzert und gab an, nichts von einem rechtsextremistischen Hintergrund gewusst zu haben. Das Konzert sollte eigentlich in Wolfenbüttel stattfinden. Der Eigentümer des Veranstaltungsraumes sagte es allerdings ab, da ihn die Polizei über die Hintergründe informiert hatte. Dafür kamen ein Jahr später im Landkreis Wolfenbüttel rund 120 Besucher zu einem Neonazikonzert in einer Scheune in Klein Biewende zusammen. Unter den Rechtsrockbands war auch die bekannte, besonders menschenverachtende Gruppe „Sleipnir“. Im Wolfsburger Stadtteil Vorsfelde folgte im Juli dieses Jahres eine Rechtsrockparty im „Milu“. Die Veranstalter waren vermutlich Patrick K*** und ein paar Freunde. Sie haben unter dem Namen „Berserker Germania“ mehrere „Onkelz/Rock Partys“ im „Wolfsburger Hof“ organisiert. Diese wurden sogar über die Homepage der Stadt Wolfsburg beworben. Dieses Jahr kursierten eindeutige Werbeflyer, auf denen auch Neonazibands wie „Sleipnir“ aufgeführt waren, das Ganze wurde zu einer offensichtlichen Rechtsrockparty umgemodelt. Neben Wolfsburg war auch Salzgitter immer wieder Veranstaltungsort für Konzerte.

Vorerst keine Nazi-Kleidung am Stadion

Folgender Zeitungsartikel erschien am 11.12.2010 in der Braunschweiger Zeitung. Aufgrund dessen wurde der Laden in der Rheingoldstraße von den Nazi-Hooligans bis heute nicht eröffnet.
Vorausgegangen war eine Pressemitteilung →click vom Antifaschistischen Plenum am 08.12.2010.

Rechte Ladenbetreiber lassen sich abschrecken

Junge Männer wollten am Stadion Mode verkaufen, die bei Neo-Nazis beliebt ist – Im Internet machen sie weiter
Von Uwe Hildebrandt

In einem Laden in der Rheingoldstraße sollte auch Kleidung der bei Rechtsradikalen beliebten Marke Thor Steinar verkauft werden. Die Betreiber benachbarter Läden und das „Antifaschistische Plenum“ sind beunruhigt. Doch bei der Nachfrage unserer Zeitung bekam einer der beiden Betreiber gestern kalte Füße: „Der Laden wird nicht eröffnet.“

Es handelt sich um einen 23-jährigen Schwülperaner, der bereits im Herbst 2008 einen Thor-Steinar-Laden in Peine nach Protesten schließen musste. Nun wagte er einen zweiten Anlauf am Braunschweiger Stadion. Das angemietete Ladenlokal diente bereits vor zwei Jahren als Umschlagplatz für Fanartikel und Thor-Steinar-Ware, damals trug es den Namen „Straf-Raum“. Zuletzt traf sich die rechte Hooligan-Gruppe „Kategorie Braunschweig“ dort.

Der 23-Jährige und sein Partner haben den Laden hergerichtet, die Scheiben sind mit Folie beklebt. Im Inneren ist schon alles für eine Eröffnung vorbereitet: Die Kleiderständer sind dicht behängt. Dass es sich nicht um eine gewöhnliche Boutique handelt, beweist unter anderem ein Transparent an der Wand: „Kategorie BS, erlebnisorientiert“ ist neben einer geballten Faust in szenetypischer Frakturschrift zu lesen.

„Wir sind beunruhigt, weil der Ruf der ganzen Straße weiter leidet“, sagte der Betreiber eines benachbarten Geschäftes. „Wie beobachten die Entwicklung sehr genau“, erklärte Klaus Buhlmann, Leiter des Braunschweiger Staatsschutzes: „Dort, wo es solche Läden gibt, bildet sich oft eine Szene, und es gibt Ärger.“

Der 23-Jährige erklärte gestern, dass er sich von der Mode des berüchtigten Labels distanziere. Dieses verwende wieder Runen-Zeichen, die an nationalsozialistische Symbole erinnerten. Das wolle er nicht unterstützen. Er habe sich auch mit seinem Partner überworfen.

„Am Wochenende wird alles rausgeräumt“

Zudem fürchtet der junge Vater eines Kindes um seine beruflichen Perspektiven. Mit dem Protestaufruf des Antifa-Plenums habe er nicht gerechnet. „Am Wochenende wird alles rausgeräumt“, sagte er, „ab Montag ist der Laden wieder zu haben.“

Obwohl sich der 23-Jährige gegenüber unserer Zeitung von Thor Steinar distanzierte, verkauft er die Produkte der Firma weiter auf seiner eigenen Internetseite.

Quelle: newsclick.de

********************


Aufnahme in den Innenraum des Ladens an der Rheingoldstraße am Stadion.


Links im Bild hängend die Zaunfahne der „Kategorie Braunschweig“ bei einem Auswärtsspiel in Wuppertal.


Gratulation von Eintracht-Fans zum 5-jährigen Bestehen der Nazi-Hooligans „Kategorie Braunschweig“ (KBS) bei einem Heimspiel in der Südkurve.

Der Blick schweift nach Westen

Eine kurze Fotostrecke über einige Antira-Aktionen (u.a.) der Hannoveraner Ultrà-Gruppe Brigade Nord 1999.


Gemeinsam gegen Rassismus-Choreo


Gemeinsam gegen Rassismus-Fahne


96 gegen Rassismus-Schal und Büchertisch mit Antira-Infomaterial


All gender are beautiful! und Kein Fussball den Rassisten-Zaunfahne


Unterstützung für ein unabhängiges Jugendzentrum


AK Antira zur Unterstützung der Meinerser Flüchtlinge
„Solidarität muss praktisch werden! Menschenwürdige Wohnungen für Flüchtlinge in Meinersen“


Rote Karte für Abschiebungen


„Schünemann: 1.077 Abschiebungen 2006! Ist das Ihre Form von Antirassismus?“

Antifa-Spaziergang der UB

Antifa-Spaziergang gegen Nazi-Hooligans
Ultras Braunschweig (UB) 20.12.2010 23:15

Am Samstag den 11. Dezember 2010 kam es gegen 15:30 Uhr von Seiten der Ultras Braunschweig und SympathisantInnen zu einem antifaschistischen Spaziergang mit knapp 100 TeilnehmerInnen durch die Braunschweiger Innenstadt. Der Spaziergang unter dem Motto „Gegen Nazis – Im Stadion und überall“ sollte als Selbstschutz die sichere Anreise zu einem Heimspiel der Handball-Damen des BTSV in der Güldenhalle garantieren.

Diese Vorgehensweise war nötig geworden, da sich in letzter Zeit die Übergriffe von der faschistischen Hooligan-Gruppe Kategorie Braunschweig auf die Ultras Braunschweig gehäuft hatten. Den Grund für die teilweise gewalttätigen Angriffe bildet die klare Positionierung der Ultras Braunschweig gegen Nazis und Rassismus inner- und außerhalb des Vereins Eintracht Braunschweig.

Trotz des kurzfristigen Spielausfalls durch einen Wasserschaden in der Güldenhalle, entschied sich die Gruppe dazu, den Spaziergang durchzuführen. So sollte eine breite Öffentlichkeit über die Naziproblematik innerhalb eines Teils der Fanszene bei Eintracht Braunschweig mittels eines Infoflugblatts (siehe Anhang) aufgeklärt und sensibilisiert werden.
Der Spaziergang besitzt zudem besondere Aktualität, da die Eröffnung eines Thor Steinar-Ladens in der Rheingoldstraße am Eintracht-Stadion immer noch in der Schwebe ist. Dieser wurde von einem Mitglied der Hooligan-Gruppe Kategorie Braunschweig initiiert und fungiert als Sammelpunkt für Nazi-Hooligans an den Spieltagen.

Der Spaziergang der Ultras Braunschweig bildet somit ein Zeichen gegen die Ausbreitung von Nazistrukturen in der Fußballszene von Eintracht Braunschweig. Die dabei entstehenden gefährlichen Überschneidungen mit der lokalen Naziszene erhalten auch im Angesicht des am 4. Juni 2011 geplanten Naziaufmarsches in Braunschweig besondere Relevanz.

Spaziergang 2010
Foto von dem Spaziergang

Transpi Spaziergang 2010
Grafik des UB-Transpis

Quelle: de.indymedia.org