Archiv für März 2011

A star is born


Artikel aus der „Nürnberger Zeitung“

Quelle: bildblog.de

Akzeptanz

…ist im Fantum und in der eigenen Fussballfanszene eines der essentiellen Gebiete um sich unter Gleichen wirksam zu integrieren. Im Fall der Nazi-Gruppe „Berserker Braunschweig“ wird es mit Rückblick auf das Gründungsjahr 2005 nicht anders gewesen sein.
Mit Verbreitung eindeutiger Symbolik des rechten Spektrums und von NS-Verherrlichung im Internet wurde versucht möglichst schnell und intensiv die Zustimmung der Anführer der Fussballfanszene in Braunschweig zu erlangen, da die Nazi-Gruppe ansonsten im realen Spieltagsbetrieb nicht weiter aktiv auffiel, die gehorsame politische Ideologie aber bestmöglich und exemplarisch präsentiert werden sollte.
Dieser Grund – und weil es einfach nur dumme Nazis sind – ist wohl die Intention, warum eine Homepage wie die ihres Fanclubs im WWW platziert wurde.

Nach eigenen Angaben sind die zehn Sauerkrautfresser ein „Fanclub für unser aller große liebe dem BTSV also Braunschweiger Turn und Sportverein“.

Quelle der Grafik und weiterer nationaler Durchfall:
http://berserker-bs.homepage24.de/Fotos

Reaktion auf Freitod

Die Ultras Braunschweig haben sich nach dem Suizid eines im Lager Meinersen lebenden Flüchtlings aus Nepal geäußert.

Außerdem gibt es einen Beitrag auf indymedia.org , dem daraufhin verfassten Brief der Flüchtlingsheimbewohner aus Meinersen im Landkreis Gifhorn und den angrenzenden Aktivitäten in Braunschweig in Form einer Sponti vom letzten Samstag.

Nazimüllcontainer – OWF

Die Oderwaldfront (kurz: OWF) ist ein Nazifanclub innerhalb der Fanlandschaft von Eintracht Braunschweig, deren Kamaraden aus dem Raum Wolfenbüttel/Harzvorland kommen, und der offensichtlich zur Zeit nicht öffentlich in Erscheinung tritt bzw. nicht im Stadion in Braunschweig und bei Auswärtsspielen der Eintracht anwesend ist.
Folgend zitierter Zeitungsartikel ist aus 2001, und vor 10 Jahren auf dem Internetportal der Braunschweiger Zeitung (www.newsclick.de) online gestellt worden. Dieser Bericht beschreibt die grundlegende Ideologie dieser „Eintrachtfans“ und anderen Problemen mit Inhalten in der Provinz:

Kooperation mit dem Staatsschutz
Oderwaldfront verzichtet auf martialische Symbolik

Von Stephan Hespos
KLEIN FLÖTHE. Die Oderwaldfront wird ihre Mitgliederliste dem Verfassungschutz übergeben. Das erklärte Hans-Dieter Bassy, Bürgermeister der Gemeinde Flöthe, während der jüngsten Ratssitzung.
Darin informierte er über die Ergebnisse einer Gesprächsrunde mit Beteiligten, die sich mit der politischen Heimat der Gruppierung befasst hatte. In der Vergangenheit hatten Kritiker die Oderwaldfront als rechtsextrem bezeichnet.

Nach Angaben Bassys will die Organisation nun „bei Ereignissen im näheren Umfeld der rechtsradikalen Szene Kontakt zum Staatsschutz aufnehmen“.

Zudem werde die Oderwaldfront ihr bisheriges Symbol mit Kampfhund und Baseballschläger nicht mehr verwenden.

Wie Bassy weiter mitteilte, seien gegen den Fußball-Fanklub (Selbstbezeichnung) keine strafrechtlichen Verfahren anhängig. Laut Gemeindebürgermeister schließe dieses jedoch nicht aus, dass gegen einzelne Mitglieder der Gruppe ermittelt werde. Ob dem so ist, blieb unklar.

Die Debatte angestoßen hatte vor Wochen ein Vortrag von Reinhard Koch, Leiter der Arbeitsstelle „Rechtsextremismus und Gewalt“ der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben in Braunschweig.
Koch hatte beim Thema „Rechtsextremismus in der Region“ auch die Oderwaldfront genannt. Deren Vorsitzender Bodo Beies wies den Vorwurf zurück.

Laut Bassy habe Koch während der Gesprächsrunde angekündigt, in Referaten und Vorträgen die Oderwaldfront künftig nicht mehr in die Nähe des Rechtsextremismus rücken zu wollen. Eine Anfrage unserer Zeitung bei dem Referenten, wie dieser Sinneswandel zu Stande gekommen sei, blieb unbeantwortet, da Koch derzeit im Urlaub ist.

Abfuhrrhythmus ändern Dessen Arbeitskollege Uwe Kliemann vermutet, dass die Oderwaldfront garantiert habe, „dass keine rechten Leute dabei sind“. Dennoch wies Kliemann darauf hin, dass es „manchmal einen Unterschied gibt zwischen der Realität und dem, was jemand versichert“.

Während der Sitzung wurden unter anderem Standort-Alternativen für die drei Wertstoff-Container beraten. Diese würden gerne auch von Müll- Touristen – Auswärtigen, die sich ihres Abfalls während der Ortsdurchfahrt entledigten – genutzt. Deshalb wurde vorgeschlagen, Container nicht mehr an Hauptstraßen zu platzieren.

Bevor jedoch eine Entscheidung über mögliche Standorte gefallen war, einigte sich der Rat bei einer Gegenstimme darauf, das entsorgende Unternehmen Keske mit dem Ziel zu kontaktieren, dass die Container statt derzeit einmal künftig zweimal pro Woche geleert werden.

13.07.2001

Quelle: newsclick.de

Fotos zur Oderwaldfront aus vergangenen Tagen:


Zaunfahne (ON TOUR)


Zaunfahne (ODERWALDFRONT)


Fahne (OWF)


Fan-Schal


Aufkleber