Archiv für September 2011

Royal. Die Ursache…

…der rassistische und antisemitische Fanblock bei Dynamo Dresden:

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shitout
Please, complete your mission!

Foto via Kulturhure

Royal

Dynamo Dresden – Eintracht Frankfurt and the Royal Air Force

via schons.blogsport.de

Ordnung muss sein

Im Dezember letzten Jahres wurde erfolgreich die Inbetriebnahme eines Thor Steinar-Ladens in Stadionnähe durch Antifaschisten verhindert. (Siehe dazu auch den Beitrag Vorerst keine Nazi-Kleidung am Stadion)

Wer sich trotz allem einen Überblick über die aktuelle Nazi-Collection vor Ort verschaffen möchte, sollte sich nicht scheuen, einmal ein Blick unter die orangefarbenen Westen der Security-Menschen bei Spielen von Eintracht Braunschweig zu werfen. Die Marke aus Mittenwalde im Bundesland Brandenburg erfreut sich nicht nur bei einigen Stadionbesuchern und vor allem Hooligans großer Beliebtheit, sondern gehört bei einer nicht kleinen Menge an Ordnern zum Standard-Ausgehanzug.
Auffällig dabei ist der Ballungsraum von Steinar-Trägern rund um den Bereich im Stadion der den Gäste-Fans zugewiesen wird, der Nordkurve.

Vor einigen Jahren etablierte es sich, das Hooligans sich als Mitarbeiter von Security-Diensten anboten, oder gar solch ein Sicherheitsunternehmen gründeten.
Somit konnten sie sich absolut legal den Gäste-Fans nähern und sie in jeder Form kontrollieren. Die Verschärfung von Sicherheitsauflagen und die Eindämmung von „Fan-Schlachten“ durch den Fußballverband und der Polizei machten solche Schritte aus der Sicht der Hooligans nötig, um weiterhin ihre Neigung zur Gewalt auszuleben. Diese Herangehensweise ist dabei kein Braunschweiger Phänomen, sondern wird ebenfalls in anderen Städten und Fan-Szenen so angewendet.

Im speziellen Fall Eintracht-Stadion und Fußballspiele in Braunschweig ist zu erkennen, dass sich vermehrt Ordner aus dem rund 100 Kilometer entfernten Raum Magdeburg für den Dienst am und im Gästeblock einteilen lassen. Zwischen dem BTSV und dem 1.FCM besteht seit langer Zeit eine Fan-Freundschaft, die ebenfalls auf Hooligan-Ebene gepflegt wird.
Weshalb gerade Magdeburger diese Aufgaben übernehmen ist Spekulation. Zum einen sind sie weniger bekannt als ihre Braunschweiger Kameraden und haben dadurch weniger Probleme von Vereinsmitarbeiterinnen wiedererkannt zu werden, zum anderen sind große Fan-Aufkommen im Magdeburger Stadion in der Regionalliga eher die Seltenheit. In dieser Saison gibt es zahlreiche interessante Fan-Gruppierungen aus Sankt Pauli, Dresden, Frankfurt, Düsseldorf, Rostock usw. in Braunschweig zu begaffen und zu schikanieren.

Ein umfangreichen Beitrag über Hooligans beim 1.FC Magdeburg ist in der RABATZ Nr.14 (Ausgabe Januar 2011) zu finden.
Im Speziellen werden die Vorgänge von „Adrenalin Magdeburg“ durchleuchtet und Verbindungen zur regionalen Nazi-Szene aufgezeigt. Eine kurze Retrospektive in die Geschichte der Ultrà-Gruppe „Blue Generation“ (BG) dient der Erläuterung und zeigt den Rückschritt in Sachen Anti-Nazi-Arbeit im Magdeburger Stadion nach zwischenzeitlich antifaschistischer Intervention aus Teilen der BG.

Rechte Hooligans in Magdeburg am Beispiel des 1. FCM und Adrenalin Magdeburg!

Wie die Erlebnisberichte auf den vorherigen Seiten (siehe Rabatz Nr. 14) zeigen, kam es in Magdeburg immer wieder zu Übergriffen auf linke / alternative Jugendliche und auf linke Objekte wie bspw. der Infoladen und das LIZ. Nach mehreren Recherchen und Auswertungen der Überfälle ist aufgefallen, dass wir es hier nicht mit den üblichen Szene-Nazis oder JN/NPD Aktivisten zu tun haben, sondern dass eine neue Generation, zumindest hier in MD, von Schlägertrupps herangewachsen ist. Wir wollen damit nicht sagen, dass die Übergriffe einfach von gewaltbereiten Jugendlichen ausgingen, sondern die Rechte im Allgemeinen einen neues Sammelbecken für ihren Nachwuchs gefunden haben- und diese Tatsache wollen wir mit dem folgenden Beitrag auf den Grund gehen. Um verstehen zu können, warum seit geraumer Zeit immer wieder linke Projekte und alternative Menschen Opfer von gewalttätigen Überfällen werden, müssen wir die Geschichte und die Entwicklung der extremen Rechten in einem bestimmten Bereich, nämlich der rechten Hooliganszene, näher beleuchten.
Konzerte und gemeinsame Fahrten zu faschistischen Aufmärschen sind sicherlich ein Bindeglied zwischen Jugendlichen und ihrem Aktionismus, doch das Phänomen Fußball hat, wie auch in anderen Städten, eine große anziehende Kraft auf die Massen. Wie wir hier in Magdeburg feststellen konnten, erkannten das auch Magdeburger NPD Aktivisten, als sie versuchten bei einem FCM-Spiel Unterschriften für die anstehende Stadtratswahl zu sammeln. Fußball schafft es Woche für Woche tausende Fußballverückte zu versammeln, die sich in ihrer Liebe zu ihrem Verein geeint sehen. Auch in Magdeburg ist an jeder Häuserwand zu lesen, welcher Verein hier seit 1965 regiert – der 1. FCM. Als Europapokalsieger 1974 und mehrmaliger Meister der DDR kann der Verein hier in Magdeburg auf eine erfolgreiche Fußballgeschichte zurückblicken. Doch mit der Wiedervereinigung sank auch der Stern des FCM im bundesweiten Vergleich.

Entwicklung der Ultras / Blue Generation (BG) in Magdeburg

In der Saison 96/97 war dann endlich wieder ein kleiner Aufschwung der Fußballklasse zuerkennen und es kamen wieder mehr Fans ins damalige Grube-Stadion. 1998 formierte sich ein Personenkreis, welcher wieder im größeren Maße eine Fan- und erste Ansätze einer Ultrakultur entwickelte. Aus diesem Kreis bildete sich im Jahr 2000 die Blue Generation heraus. Hierzu der O-Ton der BG: „Im November 2000 setzten sich dann neben einigen Einzelpersonen auch Interessierte der größeren Fanclubs „Commando East Side“ und „Blaue Bomber“ zusammen und hoben die Blue Generation aus der Wiege. Ein fester Personenstamm hatte sich mit der Zeit herausgebildet…“

Doch was sind eigentlich Ultras ?

Der Ursprung des Phänomens Ultra ist in Italien zu suchen. Ende der 60er kam in Italien die Ultra Bewegung auf und brachte neue Ansätze in die bisherige Fankultur. Nicht bewiesen ist es, welche Stadt bzw. welcher Verein nun die erste Ultra Bewegung hatte, hierum streiten sich die Gruppierungen aus Turin (Ultras Granata) und Genua (Ultras Sant Alberto). Die ersten Graffitis an Genuas Hauswänden wurden um das Jahr 1968 angefertigt und trugen den Schriftzug „Uniti Legneremo Tutti Rossoblu a Sangue“. Die Anfangsbuchstaben ergeben den Namen Ultras. Eine Theorie besagt, dass angeblich eine italienische Zeitung namens gebend gewesen wäre, die es „ultra“ fand, dass Anhänger des AC Turin einen Schiedsrichter bis zum Flughafen verfolgten. Seitdem hat sich die Ultramanie auf fast ganz Europa ausgebreitet. Großbritannien ist eines der wenigen Länder, in dem die Ultra Bewegung keinen Fuß fassen konnte, denn das ist die Heimat der „Hooligankultur.“ Selbst in anderen Sportarten gibt es mittlerweile Ultra-Gruppen. Neben der akustischen Unterstützung legen Ultras viel Wert auf optische Hilfsmittel (Konfettiregen, bengalische Feuer und gigantische Fahnenmeere) und es wird sehr viel Wert auf eigens kreierte, finanzierte, organisierte, farbenprächtige, einfallsreiche und schön anzusehende Choreographin gelegt. Im Unterschied zu Hooligans steht bei Ultras der Fußball im Vordergrund und nicht die Gewalt. Das Stehlen von gegnerischen Fanutensilien, insbesondere Schals und Zaunfahnen kommen immer mehr in Mode. Ultras sprechen sich „gegen die Kommerzialisierung des Sports“ aus, so wird jegliche Unterstützung von Sponsoren oder Vereinen strikt abgelehnt…
Die Magdeburger Ultras, explizit die „Blue Generation“, hatten nach dem Jahrtausendwechsel eine große Anziehungskraft auf viele Jugendliche, welche bis dahin nicht unbedingt als fanatische Anhänger des FCM galten. Vereinzelt waren es sogar überzeugte Antifaschisten, welche nun Teil dieser Fan- bzw. Subkultur wurden. Die erlebnisorientierte Masse, welche anfänglich auch versuchte gegen rechte Tendenzen in ihrem Umfeld vorzugehen, wuchs in einem unübersichtlichen Maße weiter. Zu wenig Selbstreflexion und viel Alkohol öffneten auch dem rechten Pöbel die Tür in die Fangemeinde der BG. Scheinbar waren nur noch personelle Masse und ein großes Gewaltpotential wichtig. So war die Politik bei der BG nie wirklich ein Thema, auch wenn sie anfänglich eher links als rechts einzuordnen waren. So wurden zeitweilig die Treffen der BG im Heizhaus durchgeführt, ein in Magdeburg klar als Treffpunkt der linken Szene angesehener Ort. Auch Auseinandersetzungen im Stadion mit den „Deutschen Jungs“, einer rechten Fanggruppe des 1.FCM, ließen antifaschistische Herzen höher schlagen. Die „Deutschen Jungs“ sind ein zugelassener Fan Club des FCM. Zur näheren Beschreibung des Fanclubs wurde im Register schlicht „rechts“ angegeben. Sie sind eine Mischung aus Altfaschos und Suffnazis der untersten Kategorie. Immer wieder kam es zu Konflikten. Doch die Blue Generation unterwarf sich dem Massenkonsens: keine Politik im Stadion! Für die BG heißt „keine Politik im Stadion“ bereitwillig zu akzeptieren, dass Massen an Thor Steinar Trägern und stadtbekannten Nazischlägern in ihrem Block mitmischen und ihrer neofaschistischen Gesinnung frönen. Sie hatten nicht den Mut gegen Rassisten und Nazis das Maul auf zu machen. Sei es nun aus falsch interpretiertem Lokalpatriotismus oder aus Angst, der Weg war der Falsche. So stellte die BG anstelle weiter zu wachsen, nun potentielle Verstärkung für rechte Hooligangruppen wie „Adrenalin“ oder der BWSE (Blue White Street Elite) aus Burg dar. Wobei Mensch gerechter Weise sagen muss, dass ein Großteil der heutigen Adrenalinanhänger aus der „Next-Generation“ kamen/kommen.
Die NG fungiert als eine Jugendorganisation der BG, aber diese Hooligangruppen wie bspw. Adrenalin haben wenig Interesse an dem Fankult der Ultras, sondern sehen sich selbst eher als Sportgruppen. Allerdings sind ihre Anführer überzeugte Nazis bzw. es existieren langjährige Freundschaften mit Kadern der NPD/JN. Ihre praktische Verbindung mit den Hools fand die BG mit dem wachsenden Interesse vieler Mitglieder an Zugüberfällen auf rivalisierende Fangruppen. Diese Überfälle mussten nicht notwendiger Weise mit einem Fußballspiel zu tun haben, häufig war an diesen Wochenenden auch gar kein Spiel in der Stadt. Das zeigt uns deutlich das Hauptinteresse dieser Gruppen- nämlich die körperliche Auseinandersetzung. So waren und sind der Hauptbahnhof aber auch der Neustädter Bahnhof in Magdeburg oftmals Schauplätze für Massenschlägereien, Angriffe auf Züge oder die Bullen. Mittlerweile hat die BG einen eigenen Treffpunkt und gilt auch sonst als verankert in der Magdeburger Fanszene. Aber Ultras sind eben nicht unbedingt vergleichbar mit Hooligans. So gibt es auch Unstimmigkeiten zwischen Mitgliedern der BG und der rechtsextremen dominierten Gruppe Adrenalin. Am 13. 11. 2010 besuchten ca. 25 Mitglieder von Adrenalin eine Party der BG in Magdeburg/Neustadt. Ihr Ziel war ein Antifaschist aus Burg. Dazu kurz die Vorgeschichte: Ein Haus, das hauptsächlich von aktiven Nazis und JN-Aktivisten bewohnt ist, wurde vor kurzem von ca. 20 Antifaschisten aus Burg angegriffen. Ein Bewohner des Hauses, M*** R****, ist übrigens ein Magdeburger JN Aktivist, der nun in Burg wohnt. Das Haus wurde engtlast, außerdem wurde ein Bengalo in den Hausflur des betreffenden Objektes geworfen, ein sicherlich sehr leichtsinniger und unüberlegter Akt. Die Adrenaliner meinten: „Angriffe auf Häuser gehen zu weit, denn da wohnen Menschen (mmhh…)“. Als allgemeine Aussage an die BG und Statement zu diesem Überfall wurde erklärt, man wolle mal zeigen wer hier die wahren Hooligans in Magdeburg sind. Der Überfall stellt allerdings nur ein Glied in einer Serie von Überfällen dar, welche in jüngster Zeit von Adrenalinmitgliedern ausgingen.

Die„ Hooligangruppe“ Adrenalin Magdeburg

Adrenalin ist zwischen 2004 und 2005 entstanden und wuchs mit dem Fußballhype in Magdeburg heran. H**** H*******, F**** H******* (kleiner Bruder von H****), F****** B****** und sein „Ziehkind“ „A***“ waren einige derer, welche erstmals mit Adrenalin T-Shirts im Stadion auftauchten. Während des Neubaus der MDCC-Arena („Heinz Krügel Stadion“) spielte der FCM 2005/06 übergangsweise im Sudenburger „Germer Stadion.“ Der ehemalige Sportplatz am Königsweg in Sudenburg war vor dem Krieg der Platz des Vorgängervereins des 1.FCM, des „MSC Preußen 1899“. Bezeichnend für diese Phase des Umbaus war, dass sich in Sudenburg mehr und mehr Hooligans und Faschisten breit machten, wie z.B. A*** M****, der Stützpunktleiter der JN-Stadtfeld. Es kam zu einer Situation, die Sudenburg langfristig zu einer Nazihochburg werden lies. Eben dort traten die Adrenaliner auch das erste mal als Gruppe beim Fußball und auch außerhalb des Stadions auf. Sie bezeichnen sich heute selbst als „erlebnisorientierte Gruppe aus Magdeburg“. Adrenalin ist nun eine 25-30 Mann zählende Gruppe von Hooligans, welche ein Umfeld von mindestens 30 Personen aufweist. Angeblich seien Drogen dort tabu und die Mitglieder dürfen nicht trinken und machen Kampfsport – doch die Realität sieht anders aus. Ein exemplarisches Beispiel für eine Entwicklung während der Zeit des “Umzugs” des FCM in Magdeburg Sudenburg 2004 stellt A****** L****** dar. Dieser ist so etwas wie der Ziehsohn von F****** B. Der ca. 23 jährige Adrenalinschläger gilt heute bei den jüngeren als Kopf. der Gruppe. Lange scheint F****** B****** als Mentor mit “A***” gearbeitet zu haben. Früher galt A*** als junger Ultra bei der NG ( Next Generation), trieb sich im Block U und bei den BG`lern rum. Er hörte gern WIZO Musik und war sonst eigentlich auch eher alternativ geprägt. Bis F****** B seinen Einfluss auf solch labile Persönlichkeiten zu nutzen wusste. Heute hat A*** ein Adrenalin-Tattoo auf der Brust, hinzu kommt ein Wehrmachtssoldat, welcher von seiner Wade prankt. Heute lebt er als selbsternannter “Hooligan” versteckte Komplexe aus. Er war ein treibender Part bei dem Überfall auf den Infoladen, oder den Besuch der BG-Feier. Dort schlug er mit F****** B. mehrmals auf den Antifa ein und drohte einem andern anwesenden Antifa.
Aber auch sonst trat er schon öfter bei Überfällen und Angriffe auf Linke und Alternative in Erscheinung, wie beispielsweise bei der 1. Mai Demonstration 2008 in Magdeburg. Die Adrenalintruppe wurde bei antifaschistischen Fußballfans dadurch bekannt, dass einzelne Mitglieder von Adrenalin konkrete Vergeltungsaktionen für begangene Übergriffe an stadtbekannten NPD-Aktivisten verübten. Ein erster bekannter Fall war ein Übergriff auf ein damaliges Mitglied der AAMD (Autonome Antifa Magdeburg) bei einem Heimspiel des 1.FCM. Ihm wurde vorgehalten A*** M**** angegriffen zu haben. Eine andere bekannte Aktion, welche von Adrenalin ausging, waren Randale bei einem Freundschaftsspiel gegen Schalke 04 am 19.1.2008. Mit dem Motto „Gib Gas gegen Gewalt“ waren wohl nicht alle einverstanden und so ging es während und nach dem Spiel „gut“ ab. Schalker Fans wurden mit Gegenständen beworfen, außerdem wurden Bengalows und Rauchtöpfe entzündet, wobei die angereisten Schalker größtenteils aus dem selben Interesse angereist waren. Am selben Tag war auch ein Naziaufmarsch in der Stadt – der jährliche Gedenkmarsch der Faschisten in Magdeburg. An diesem Tag wurde die Adrenalintruppe durch Angriffe auf Gegendemonstranten und bei Antifas bekannt. Auch die Randale beim vorzeitigen WM-Aus in Magdeburg wurden von ihnen mitbegleitet. Es wurden ausländische Passanten und ein spanisches Restaurant angegriffen.
Das Athletic Gym in der Königstrasse 44 in 39116 Ottersleben gilt als ein Anlaufpunkt für Adrenaliner, aber auch Sudenburg und Reform sind Stadtteile, wo neben Nazis auch viele Mitglieder bzw. Sympathisanten von Adrenalin wohnhaft sind. Als Kopf gilt in antifaschistischen Kreisen jedoch der 30jährige otterslebener Dorfschläger und Nazihool F****** B******, genannt „Beere“. So tritt er offen und ungeniert als Rädelsführer und Sprecher bei Überfällen auf alternative Menschen und Lokalitäten auf. Geboren am 18.7.1981 ist er nun verheiratet und hat mit seiner Frau ein Kind. Er ging im Milchweg zur Grundschule und besuchte danach das Herder Gymnasium. F****** fährt gerne mit seinem Motorrad zu Ausfahrten (er besitzt eine Kawasaki Ninja), nach außen hin führt er ein augenscheinlich bürgerliches Leben. Doch an den Wochenenden kommt F****** ganz aus sich heraus. So plante er den Überfall auf den Infoladen in Stadtfeld am 13. August 2010 als Racheakt. Zwei Wochen vorher hielten sich ca. 20 Antifaschisten am Hasselbachplatz in Magdeburg auf, wo es mit Oi`s und Anhängern der Band „ELBROIBER Magdeburg“ zu einer Massenschlägerei vor der Bar „Stern“ kam. Mehrere Oi-Spinner wurden verletzt. Die Elbroiber sind eine rechtslastige „Oi-Band“, welche u.a. dieses Jahr als Vorgruppe der Band Kategorie C auftrat (weiter unten mehr…). Als Antwort auf diesen Angriff stürmten F****** B****** und einige andere Adrenalin Hools den Infoladen. Dies war der Anfang der bis heute andauernden Übergriffe auf linke Projekte und von organisierten Treibjagden auf Linke in Magdeburg. So war F****** B. Auch der Rädelsführer des Überfalls auf die linken Jugendlichen Ende Oktober in Reform, wo u.a. ein Antifa mit einem Messer angestochen wurde. Bei dem „Besuch“ der BG-Party am 13.11.10 war er ebenfalls als treibender Part anwesend. Er selbst wirkt mit seiner 1.90m großen Figur sehr selbstsicher, wenn er auf 16-jährige einschlägt. So selbstsicher sogar, dass er sich nicht mal mehr vermummt. Sie selbst sehen sich als Sportgruppe, welche zusammen trainiert und „Hooligansport“ macht. Über langjährige persönliche Freundschaften und Bekanntschaften wurden sie zur Schlägertruppe der organisierten Naziszene in MD, der JN. So schützten Adrenalin Mitglieder bzw. NPD-Aktivisten 2007 den Naziladen „Narvik“ im Hundertwasserhaus vor demonstrierenden Antifas. Auch bei den Auseinandersetzungen während der Unterschriftensammlungen der NPD in Stadtfeld waren sie vor Ort. F****** B. ist seit mehr als 10 Jahren überzeugter Neofaschist und kennt viele Personen der rechten Szene in Magdeburg sehr gut. So soll bspw. A*** K****, JN- Vorsitzender der Jungen Nationalen Sachsen- Anhalt auch schon mal auf der Wiese anzutreffen gewesen sein. Dies wahrscheinlich als Vorbereitung auf den Kampf um die Parlamente…

Footsoldier in the East? / Militante Nazis im kriminellen Milieu?

Es ist auch nicht sonderlich verwunderlich, dass Adrenalin-Hools schon mal zu Ordnerdiensten bei Auswärtsspielen des FCM herangezogen werden. So sammelt sich ein Teil der Truppe bei der Firma MEKKA-Events als Securitys. Dort finden neben Hools auch militante Neonazis wie F****** F******* am Arbeitsplatz wieder zusammen. Dies wohl als Versuch, ihre Einkünfte als Türsteher aufzubessern. F****** B****** hatte früher enge Kontakte zum Selbstschutz Sachsen-Anhalt. Dies war ein Netzwerk aus Freien Kräften der Faschisten aus Sachsen-Anhalt. Später wurde es auf Deutschland ausgeweitet, der sogenannte SSD (Selbstschutz Deutschland). Offiziell ist dieses Netzwerk kaum präsent. Jedoch repräsentiert diese Struktur offensichtlich das verbotene Blood&Honour Netzwerk in SA. Jedoch scheinen ihre Ex-Mitglieder wie bspw. S***** B******* noch weiterhin sehr aktiv zu sein.
Die von dem Netzwerk gegründete Firma S&S Security bot den ersten Profilierungsversuch mit einem legalen Unterbau. Der Chef des Selbstschutzes Deutschland M**** A***** ist mittlerweile Anwärter bei den Hells Angels. Ein weiteres gutes Beispiel für eine steile Karriere im Türsteher und Nazimilieu dieser Szene in SA ist K** S********. K** S. ist durch seine Tätigkeit im Selbstschutz Deutschland und seinem Einfluss offenbar sehr „wichtig“ geworden. Er engagierte sich im Netzwerk Blood&Honour, wodurch er nicht nur in Sachsen Anhalt gute Kontakte aufbaute. Laut einer Anfrage der Linken im Landtag Sachsen-Anhalt 2008 reichten die Verbindungen dieses Netzwerkes bis nach Skandinavien. Vor einer Weile ist dann die S&S Security in „Pro Guard Salzwedel“ aufgegangen. Heute ist K** S******** „Präsident“ der Red Devils (dem größten Supporter Club der Hells Angels) in Salzwedel. Er selbst behauptete 2009, dass „..schon seit Jahren hier sowie bundesweit Freie Kräfte und die NPD in Sachsen-Anhalt zusammen arbeiten.“ [Quelle: VS-Bericht 2008] Ein anderer bekannter Nazis D***** S. ist dort seine Rechte Hand. Er ist der sogenannte „Sergeant at Arms“. Ein „Sergeant at Arms“ ist für die Bewaffnung des Clubs und gewaltsame Strafaktionen zuständig. Eine ähnliche Funktion scheinen sich die Adrenalin Hools auch geben zu wollen – nur für die rechtsextreme Szene in Magdeburg. So ist F****** B****** auch mit beiden K**** Brüdern befreundet und hilft aus wo er kann wenn es mal wieder Stress mit Antifas gibt. Er ist eine Person welche meist erschien, wenn es mal wieder geknallt hatte. Er und seine Hoolgang imitieren die „Vergeltungsaktionen“ gegen die Linken. Er beschützt die Jungnazis und bestärkt sie in ihrem Kampfgeist gegen die Antifa. Auch sonst scheinen ihre Freizeitaktivitäten sehr abwechslungsreich zu sein, denn Nachwuchs wird immer gesucht. Nur eine Schlagkräftige Truppe kann sich auf Dauer Einfluss verschaffen und das nicht nur im Türstehermilieu.

Adrenalin Nachwuchs und Subkulurelles „Grauzonen Umfeld“ am Beispiel „Elbroiber“

Nach neuen Mitgliedern zur Verstärkung wird sich momentan sehr bemüht, so sehen Adrenalinmitglieder ihre Chancen bei den Wochenendschlägereien von betrunkenen jugendlichen in Magdeburger Kneipen. Es entstanden auch Freundschaften wie mit einzelnen Fans der Band „Elbroiber“. Die Elbroiber, welche in Magdeburg einen maßgeblichen Prestige in der Oi-Szene besitzen, sind berüchtigt für Schlägereien mit Antifaschisten und angeblichen Kommunisten. Durch ihren ausgeprägten Lokalpatriotismus und Antikommunismus sind sie prädestiniert für die Verstärkung der Truppe bei öffentlichen Prügelszenen wie im „Stern“, oder der „Factory-Magdeburg“. Die „Factory“ ist heute ein Ort von Nazis wo sich regelmäßig die JN Jugend Magdeburgs trifft. Die OI´s und ihre tolerante Haltung gegenüber Rassisten machte es den Nazis leicht, hier ihren Einfluss auszubauen. Schließlich hatte die Oi-Szene eine gewisse Zeit großen Zulauf und erster Treffpunkt von jungen Subkulturen war immer schon die Factory in Buckau gewesen. Aber auch so liegen sie mit den Mitgliedern von Adrenalin ideologisch auf einer Wellenlänge. Die „Elbroiber“ traten dieses Jahr als Vorband von „Kategorie C“ und „Hungrige Wölfe“ auf. Auch sonst ist „RAC“ (Rock against Comunism) bei den Jungs voll angesagt. In ihren Liedern geht es um Saufen, Fußball, Gewalt und Frauen. Ein Lied über Kinderschänder darf natürlich auch nicht fehlen, ansonsten gibt es nur ständiges Gejammer über böse Antifas und Kommunisten und über das harte Leben als Idioten, die sich selbst das Hirn weg saufen, wird geklagt.
Wenn wir hier über die Zielgruppen von Adrenalin sprechen, dürfen wir auf keinen Fall Reform und seine Jugend vergessen. Dort dominiert ebenfalls eine rechts orientierte Schlägertruppe.

Adrenalin und – Die Reformer Jungs

Mit den Reformern pflegen die otterslebener Hools eine langjährige Freundschaft. Ausdruck dieser Freundschaft ist ein regelmäßiges Treffen zu einer Schlägerei zwischen beiden Vierteln. Angeblich gewannen die Otterslebener das letzte Match durch nicht genug anwesende Kämpfer aus Reform. Ein gutes persönliches Beispiel für diese Überschneidung stellen B******* M***** und O***** H*** dar. Beide waren ebenfalls am Überfall auf den Infoladen beteiligt. Sie gelten als gute Freunde und so hatte B******* M., welcher noch bei seinen Eltern in Ottersleben wohnt, bis vor kurzem eine Freundin in Reform. Dort wohnt auch sein Kumpel O***** H., welcher beim Bund war und dort vielleicht sogar seine Leidenschaft für Gewalt entdeckte. Gemeinsam besuchen sie regelmäßig die KJFE Banane. Diese öffentliche Einrichtung wird von den Reformer Jungs als ihr Club bezeichnet. Beide sind heute junge Mitglieder von Adrenalin und trieben sich bis vor 2 Jahren im Blue-Generation/ bzw. Next-Generation Umfeld herum. In Reform scheint aber mehr los zu sein als in der elterlichen Reihenhaussiedlung von B******* M. Die Reformer Clique dominiert ihr Viertel und den ansässigen Jugendclub KJFE Banane. Hausbesuche bei bekannten Antifas in Reform gehören ebenso zu ihren Tätigkeitsfeldern. Auch sonst sind die Reformer Jungs immer für eine „gelungene“ Aktion zu haben. So sind Mitglieder der Reformer Jungs zusammen mit Adrenalin verantwortlich für den Übergriff auf die MLPD- Mitglieder am 12. 09.10 an der Reformer Endhaltestelle. Auch der andere Übergriff an diesem Tag auf eine Gruppe Punks scheint ihr Werk gewesen zu sein. Das ist allerdings nicht alles, denn auch der Funpark in Reform wird von ihnen als ihr Gebiet betrachtet. Der Funpark in Magdeburg erlangt 2007 eine unrühmliche Bekanntheit durch den Mord an Rick Langenstein. Der bereits vorbestrafte Reformer Faschist B****** O******** schlug den 21- jährigen Kunststudenten nach einem Funparkbesuch tot. Der Grund – er hatte ihn angeblich als Nazis beschimpft und eine Zigarette verweigert. In diesem Klima von Rassismus und bürgerlichem Desinteresse gibt es genug Potential für solche Cliquen und ihre Exzesse. In Reform bzw. dem Funpark trifft sich Gott und die Welt. So sind bekennende Nazis wie F**** H******* (Adrenalin) öfters dort anzutreffen. F****, der kleine Bruder des Nazis H**** H******* ist ebenfalls Mitglied bei Adrenalin.
Er trat auch das erste mal bei den Auseinandersetzungen um den Naziladen „Narvik“ öffentlich auf – doch seitdem hat F**** viel erlebt. Anwesend und aktiv agierend war er definitiv bei dem Überfall auf die zehn Antifas in Reform zusammen mit F****** B****** und anderen dabei. Bewaffnet mit einem Baseballschläger schlug er auf die am Boden liegenden Antifas ein und trat ihnen vor den Kopf. F**** H******* verteidigt zusammen mit den Reformer Jungs und seiner Adrenalingang den Ruf seines Viertels. Der Ruf einer rechten Hochburg und eines sozialen Brennpunktes, dies sind Umstände die guten Nährboden an frustrierten und rassistischen Jugendnachwuchs schaffen. Mittlerweile scheint der Anspruch bei neuen Mitglieder bei Adrenalin jedoch generell gesunken zu sein. Immer wieder werden auch Jugendliche ausgequetscht, welche durch regelmäßige Gewaltexzesse in Magdeburger Kneipen auffallen. Sie werden gefragt, ob sie nicht mal Bock hätten mit auf die Wiese zu fahren um sich zu messen. Fakt ist, jenes Umfeld und die Aktivitäten im Bereich der „Nachwuchsförderung“ dieser Gruppe wächst an. So werden diese Überfälle auf Linke auch immer als Training für die jüngeren dieser Gruppen angesehen. Als Probe, in der sie sich beweisen müssen um dabei zu bleiben und um das Potential weiter auszubauen. Dabei wird auch der Schulterschluss mit regionalen Hoolgruppen vorangetrieben. So konnte Mensch nach dem Verbot der BWSE durch das Innenministerium Überschneidungen beobachten. Diese aus Burg stammenden Nazihools engagierten sich in irgendeiner Form mit den Adrenalinern aus MD. Ein Indiz für diese Überschneidung sind u.a. der oben erwähnte Besuch der BG Feier, wo es u.a. auch um einen Antifa aus Burg ging.
Der Sachverhalt lässt darüber spekulieren, ob Adrenalin Aufträge der organisierten Nazis der NPD ausführt, oder aber aus Eigeninitiative handelte/handelt, Da auch eventuell Mitglieder ihrer Truppe bzw. Sympathisanten unter den Betroffenen waren. Auf jeden Fall ist dies auch ein Indiz für die rechtsradikal orientierte Gesinnung dieser Gruppierung. Der oben geschilderte Angriff der Burger Antifas richtete sich konkret gegen organisierte Nazis und wie gesagt, auch gegen einen Nazi aus Magdeburg – M*** R****.
Es hält sich auch beständig das Gerücht, dass ein BWSE´ler bei dem Angriff auf den Infoladen beteiligt war.

Adrenalin und die BWSE – Blue White Street Elite

Hervorgegangen ist die „Blue White Street Elite” aus Mitgliedern diverser Kameradschaften des Jerichower Land. Dieser Gruppe gehören ca. 30 Jugendliche an, um die sich ein Umfeld von ca. 50-60 Hooligans schart. Als Kopf gilt der nun 21- jährige D***** W*******. Dieser hat schon mehrfach wegen gefährlicher Körperverletzung mit der Justiz Bekanntschaft gemacht. Zudem wurde er wegen Landfriedensbruch, Beleidigung, Widerstand und das Zeigen von Symbolen verfassungsrechtlicher Organisationen angezeigt. Zum ersten Mal mit dem jetzigen Logo fielen sie 2005 bei einem Fußballspiel des 1. FCM auf, außerhalb der Stadien erstmals im Jahr 2006. So prügelten sie sich gerne mit alternativen Jugendlichen und Antifaschisten und machten immer wieder Stunk in „ihrer“ Kneipe, dem „Night Fly“, welches heute nicht mehr existiert. Ihr neuer Schuppen ist der „Big Ben“. Nur einige Kilometer weiter, in Haldensleben, waren sie am 4. September 2006 an Übergriffe auf Montagsdemonstranten und Hartz4 GegnerInnen beteiligt. Sie waren zusammen mit Mitgliedern der Kameradschaft Burg dort aufgetreten. So versuchten sie immer wieder diese Demonstrationen zu stören und die Anwesenden einzuschüchtern. Im August 2007 waren sie an einem Zugüberfall auf den Sonderzug der Fans von Dynamo Dresden beteiligt. Am Haltepunkt Biederitz wurde der Zug mit Steinen beworfen. Am 1. April 2008 verbot das Sachsen-Anhaltinische Innenministerium die BWSE. [5]
Gegen dieses Verbot klagte D***** W. und bekam erstmal Recht auf der anderen Seite.
Am 22.10.2010 berichteten MDR und Volksstimme, dass das Urteil gekippt sei. Das Gericht begründete die Aufhebung des Verbotes damit, dass es fraglich sei, ob die Gruppe tatsächlich eine Vereinigung im juristischen Sinne darstellt. Dies will das Gericht nun in einer Hauptverhandlung klären. Wie Antifas aus Burg berichteten, hat sich ein groß teil der BWSE dazu entschlossen, von Angriffen auf Linke erstmal Abstand zu nehmen, da freundschaftliche Überschneidungen mit anderen Menschen aus Burg einen gewissen „Burgfrieden“ förderten. Abgesehen von einer Gruppe um D***** W******* von 3-4 BWSE´lern mit einer hart gesonnenen, extremen rechten Weltanschauung. Durch die Liebe zum Fußball bzw. rechter Ideologie und Gewalt scheinen sie bei Adrenalin eine neue Heimat gefunden zu haben. Fraglich ist allerdings die Entwicklung nach der Verbotsaufhebung. Fakt ist, diese Zusammenhänge und Personen sind nachweislich für die von uns hier geschilderten Überfälle (erweitert durch die Erlebnisberichte) verantwortlich. Diese hier genannten Personen sind nur ein kleiner Teil des Problems von Rassismus und Gewalt hier in Magdeburg und Umgebung. Jedoch sind sie sehr aktiv und ihr Umfeld wächst. Nach unseren jetzigen Wissensstand sollte Mensch auch in Betracht ziehen, sie als mögliche Urheber der Kette von Überfällen auf das Libertäre Zentrum in Salbke zu benennen.

Perspektive der Entwicklung der „rechten Hool- Szene“

Übergriffe von Hooligans gab es in Magdeburg schon immer. Jedoch waren früher Hooligans nicht notwendigerweise Nazis. Sie wollten sich einfach nur mit jedem Schlagen. Der Fall F****** B****** und seiner Adrenalingang betrachten wir hier als ein Fallbeispiel einer Entwicklung im gesamten Osten. Sie ist repräsentativ und nichts besonderes, wie die Angriffe auf linke Objekte im letzten halben Jahr im gesamten Osten belegen. In einer bestimmten Art und Weise wirkt dies, wenn Mensch es einmal anders betrachte, wie ein Schaulaufen für kriminelle Vereinigungen. Egal ob diese Theorie zutrifft, was wir uns klar machen sollten ist eher das Problem einer langfristigen Entwicklung dieses Phänomens. Die Hooligans und Nazigruppen halten gerne als Fußtruppen der Rocker Clubs her. In Sachsen-Anhalt, wo das Türstehergewerbe meist gut in rechter und Hooliganhand liegt ist es eine gefährliche Entwicklung und ein Anstieg der Anwärter mit rechtem Hintergrund ist nur logisch. Teilweise treten ganze Kameradschaften in einzelne Chapter über. Wie bspw. in Salzwedel, wo ein Großteil der Kameradschaft jetzt plötzlich als Chapter der „Red Devils“ auftritt. Wenn Neonazis ihr Umfeld vergrößern ist das nie gut. Eine Dimension, welche das Maß der Auseinandersetzung langfristig zu verändern scheint. Deswegen ist es auf der einen Seite wichtig den Anfängen zu wehren und vor allem den „erlebnisorientierten Jugendlichen“, welche meinen sich über Angriffe auf Linke beweisen zu können, konsequent und nachdrücklich einzuschüchtern. Auf der anderen Seite müssen wir versuchen zu verstehen was passieren kann, nämlich dass sich gewisse Teile der organisierten Nazis und Hools in den Zusammenhängen Red Devils / Hells Angels wieder finden könnten. Sie werden dann bspw. die Revierkämpfe der Hells Angels austragen. Diese drängen vor allem aus Niedersachsen nach Sachsen-Anhalt. Entwicklungen wie in Wolfenbüttel und Salzwedel sollten Antifaschisten genau beobachten. Eine offensichtliche Tatsache scheint zu sein, dass sich die Hells Angels der erwähnten Strukturen des Blood&Honour Netzwerkes „Niedersachsen/Sachsen-Anhalt“ bedienen, um so leichter neuen Nachwuchs und neue Chapter zu organisieren und diese werden Nachwuchs brauchen. Eine Entwicklung die auch vor der Magdeburger Hooligan und Naziszene kaum Halt machen wird.

Wer kämpft kann Verlieren wer nicht Kämpft hat schon Verloren !

Aber:

Die Revolution ist wunderbar – Alles andere ist Quark!!!!!!!!!!
Am Ende stehen wir – Den antifaschistischen Selbschutz organisieren!
Nazis und ihre Handlanger angreifen!

Mehr Fotos und die erwähnten Erlebnisberichte gibt es in der neuen RABATZ!

(Reale Namen sind durch [*] von vonnichtsgewusst.blogsport.de gekürzt worden.)

Quellen: rabatz.blogsport.eu via linksunten.indymedia.org

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Satire zum Spiel 1.FCM gegen den FC Sankt Pauli um den Aufstieg im Juni 2007

Parteizentrale

Eine Bewertung der „FanPresse Braunschweig“ zum entstehenden „FanHaus“ auf dem Stadiongelände in Braunschweig.

Diese Veröffentlichung beflügelte uns zum Fertigen dieser kläglichen Fotomanipulation:

Rechte greifen erneut an – dieses Mal im Eintracht-Stadion

Auf indymedia.org gibt es dazu Folgendes zu lesen:

[BS]Angriff von rechten Hooligans auf Ultras
Ultras Braunschweig (UB) 01.09.2011 00:14

Im Anschluss an die Fußballpartie Eintracht Braunschweig gegen den FC St. Pauli am vergangenen Sonntag, den 28. August 2011 griffen rechte Hooligans eine Gruppe von acht Ultras & Fußball Fans an, als diese nach Spielende das Gelände des Eintracht-Stadions verlassen wollten.
Bei dieser Attacke handelt es sich erneut um einen gezielten Übergriff, der in einem Kontext mit der immer länger werdenden Chronik rechter Übergriffe auf die sich als antifaschistisch positionierende Gruppe Ultras Braunschweig (UB) steht.

Nachdem sich die Personengruppe aus dem Kreise der UB gemeinsam das Fußballspiel in der Nordkurve angesehen hatte, verließ sie das Stadion in Richtung Guntherstraße. Auf Höhe des Blocks 10 (in Richtung Ausgang) kam ihnen eine Menge von etwa 10 Leuten entgegen. Diese baute sich vor der Personengruppe auf und drohte ihnen „Verpisst euch ihr Zecken“ & „Ihr Juden“.
Dabei schlugen sie provozierend in die Richtung der Gruppe und näherten sich diesen immer wieder an. Andere Eintracht-Fans beobachteten das Treiben, einige wenige griffen ein und forderten die Angreifer auf, sofort aufzuhören. Diese ließen sich davon aber nicht abhalten.

Nachdem in der Zwischenzeit immer mehr Personen zu der Menge der Angreifer hinzustießen und diese inzwischen auf etwa 30 Leute anwuchs, starteten diese ihren Angriff. Sie schlugen und traten auf die sich in deutlicher Unterzahl befindende Personengruppe von Ultras & Fußball-Fans ein und verletzten zwei von ihnen am Kopf.
Die nun teils vermummten Angreifer setzten ihnen über eine Strecke von 300 Metern bis vor das Stadiontor nach. Der gesamte Angriff wurde von Ordnern des Vereines beobachtet – diese griffen jedoch nicht ein.

Unter den Angreifern befanden sich größtenteils Personen, die anhand ihrer Gruppenkleidung der rechten Hooligangruppe „Kategorie Braunschweig“ (KBS), sowie der Fangruppe „Exzess Boys“ zuzuordnen waren.
Mitglieder von Kategorie Braunschweig waren bereits in der Vergangenheit für mehrere gewalttätige rechte Übergriffe auf AktivistInnen der Ultras Braunschweig verantwortlich, u.a. auf das von UB besuchte Spiel der BTSV-Handball-Frauen in der Sporthalle Alte Waage im November 2010.[1]

Diese Vorfälle sind dabei kein Einzelfall: Erst kürzlich wurde eine Gruppe von KBS-Mitgliedern bei rassistisch motivierten Attacken auf Mallorca verhaftet und nach einigen Tagen Gefängnisaufenthalt nach Deutschland ausgewiesen. Spanische Medien berichteten dazu: „Die Männer waren zunächst gegen 21 Uhr in dem Lokal aufgekreuzt und hatten Pfefferspray versprüht, wonach die Kultdisco für einige Zeit komplett geräumt werden musste. Kurz nach Mitternacht kehrten die Mitglieder der rechtsradikalen Gruppierung in den Bierkönig zurück, und griffen einen dunkelhäutigen Kellner an. Der aus Nigeria stammende Mann sank, von Faustschlägen und Tritten getroffen, schwerverletzt zu Boden.“[2]

Diese jüngsten Ereignisse zeigen zum wiederholten Male auf, welch große Gefahr von rechten Hooligans auf anders denkende oder anders aussehende Menschen sowohl inner- als auch außerhalb des Stadions ausgeht.

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[1] * Indymedia: [BS] Naziübergriff auf antifaschistische Ultras

[2] * „Massenschlägerei am Ballermann – Skinheads überfallen Kultdisco Bierkönig“ (Mallorca-Infos)
* „Nach der Randale: Skinheads wieder auf freiem Fuß“ (Mallorca-Zeitung)
* Video aus den spanischen Medien (abc.es)