Archiv der Kategorie '4. 6. - No Nazis!'

Video 21.Mai 2011

Video-Aufnahme der Anti-Nazi-Demo vom 21.Mai 2011 unter dem Motto:
Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen!
Naziaufmarsch am 4. Juni verhindern!

Links-Trend bei Eintracht-Fans

Die Braunschweiger Zeitung beruhigt die Provinzler. Alles im Lot bei der Eintracht. Immer wieder – immer weiter.

„Kein Rechts-Trend bei Eintracht-Fans“
Von Katja Dartsch

Unverständnis auf allen Seiten hat der Angriff linker Demonstranten auf Eintracht-Fans vom Wochenende in Braunschweig ausgelöst. Karsten König vom Fanprojekt Braunschweig glaubt sogar, dass die Hintergründe gar nicht politischer Natur sind.

„Ich vermute, dass es sich weniger um ein Rechts-Links-Problem, sondern mehr um eine Art Spielchen der Gruppe handelt, die damals aus dem Stadion flog“, sagt König. Damit spielt er auf Mitglieder der Ultras Braunschweig (UB) an, die einst Stadionverbot erhielten, weil sie gegen die Stadionordnung verstießen. Laut König versuchten diese nun, andere Fans in Misskredit zu bringen.

Auch in Fan-Foren der Eintracht werden Teile der UB für den Übergriff verantwortlich gemacht. Der Polizei, die wegen Landfriedensbruchs ermittelt, liegen hingegen bislang keine Hinweise vor, dass die Verdächtigen in Verbindung mit den Ultras stehen.

Den Vorwurf der Demonstranten, in der Fanszene der Eintracht seien zunehmend rechte Hooligan-Strukturen zu erkennen, dementiert König. In den 80er-Jahren habe es eine größere rechte Szene unter den Eintrachtfans gegeben, erklärt er: „Das war schlimm, aber das ist vorbei. Die Fanszene selbst hat das reguliert.“ Zudem habe sich die Vernetzung von Fanprojekt und Fanbeauftragtem in den vergangenen Jahren positiv ausgewirkt.

„Natürlich gibt es in jedem deutschen Stadion Leute, die man einer rechten Gesinnung zuordnen kann, auch in Braunschweig“, so König weiter. Eine politisch organisierte Gruppe gebe es aber nicht. Zum Vorfall am Samstag sagt er: „Die Eintracht-Fans, die für gewöhnlich im Lindi sitzen, sind partyorientiert, aber keineswegs rechter Gesinnung.“

Günter Lindhorst, der die Gaststätte vor knapp 40 Jahren gründete, sagt: „Bei uns verkehren keine Hooligans. Es gab zuvor auch nie Schlägereien in meiner Kneipe. Das war ein Überfall von Chaoten auf mein Geschäft.“

Auch Klaus Buhlmann, Leiter des Staatsschutzes der Braunschweiger Polizei, spricht von einem „blindwütigen Ausbruch von Gewalt“. Der Angriff sei eindeutig von den Vermummten ausgegangen. Buhlmann glaubt indes nicht, dass der Vorfall Auswirkungen auf die geplanten Aktionen gegen Rechts am 4. Juni haben wird: „Die Organisatoren der bürgerlichen Gegenveranstaltungen sind sich ihrer Verantwortung bewusst.“

Zu ihnen gehört auch Michael Kleber vom DGB, der das Aktionsbündnis „Bunt stoppt Braun“ vertritt: „Ich bin generell gegen Gewalt – egal, ob sie sich gegen die Polizei, gegen Neonazis oder gegen die eigenen Leute richtet. Das sollte auch unser Credo für den 4. Juni sein: Wir sollten uns wie Demokraten bewegen und benehmen.“ Er hofft, dass möglichst viele Menschen an den friedlichen Aktionen teilnehmen.

Was bisher geschah:

Am Samstag griffen einzelne Teilnehmer aus dem „schwarzen Block“ einer Demo gegen Rechts die Gäste des „Lindi“ am Bohlweg an. Sie schlugen mit Fahnenstangen auf die Gäste ein, es flogen Stühle und Aschenbecher.

Montag, 23.05.2011

Quelle: newsclick.de

4.Juni – Mobi-Videos

Nazi-Aufmarsch am 4.Juni 2011 in Braunschweig verhindern!

Demo-Aufruf 21. Mai 2011

Zur Demonstration am 21. Mai wurde nun von den Beteiligten der „Initiative gegen rechte Hooligan-Strukturen“ ein spezieller Blog installiert auf dem der Aufruf zur antifaschistischen Demo „Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen!“ online gegangen ist.
Und der sieht so aus:

Der Demo-Aufruf:

Demo-Aufruf: Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen!

Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen! Naziaufmarsch am 4. Juni verhindern!

>>> Für den 21. Mai 2011 rufen wir zu einer breiten antifaschistischen Demonstration in Braunschweig auf. Kommt Zahlreich! Beginn ist um 14 Uhr auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs.< <<

Zunehmend sind Faschisten im Stadtbild von Braunschweig präsent und agieren des öfteren gewalttätig gegenüber alternativ aussehenden Jugendlichen und anderen Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen. So kam es im Laufe der letzten zwei Jahre im Raum Braunschweig zu mehreren Übergriffen durch Nazis. Oftmals traf diese Gewalt gezielt antifaschistische AktivistInnen aus dem Umfeld der Gruppe Ultras Braunschweig (UB). Die Angreifer stammen dabei überwiegend aus dem Hooligan-Spektrum rund um die Fanszene des Vereins Eintracht Braunschweig. Organisierte Nazis sind ein fester Bestandteil in Braunschweiger Hooligan-Strukturen und auch in einigen Fan-Gruppen wird rechtes Gedankengut propagiert oder zumindest widerspruchslos toleriert. Diese stillschweigende Akzeptanz birgt auch im Stadion die Gefahr, dass sich menschenverachtende Ideologien und Meinungen ausbreiten und als salonfähig
betrachtet werden.

Chronologie faschistischer Übergriffe auf linke Ultras
In Hooligankreisen herrscht ein stark ausgeprägtes Verhältnis von Gewalt, Rassismus und Nationalismus, welches sich in der Vergangenheit oftmals gegenüber linken Ultras der Gruppe UB entlud. Im Folgenden ein Auszug aus der Chronologie derartiger Vorfälle:

  • Am 28. Februar 2010 belästigten Mitglieder der Fangruppe Liontology Braunschweig einige antifaschistische Ultras und andere Antifa-AktivistInnen vor der Diskothek „Merz“ mit dem Zeigen des „Hitlergruß“ und „Sieg Heil“-Rufen. In Folge dessen kam es zu einer Auseinandersetzung.
  • Am Abend des 14. April 2010 ereignete sich ein Angriff durch sechs Hooligans, die versuchten den damaligen Treffpunkt der UB zu stürmen, welcher zu diesem Zeitpunkt von zahlreichen Menschen besucht war, wobei u.a. die Eingangstür durch massive Gewalteinwirkung zerstört wurde. Bereits einige Monate zuvor attackierten Personen aus den selben Kreisen in den Abendstunden mittels eines Böllers den Treffpunkt und verletzten im Anschluss einen Aktivisten der UB durch körperliche Gewalteinwirkung.
  • Den bisherigen Höhepunkt im negativen Sinne stellt allerdings der versuchte Überfall von etwa 20-25 Personen am 27. November 2010 auf das von UB besuchte Frauenhandballspiel in der Sporthalle „Alte Waage“ dar. Ein Teil der Angreifer, die Mobilisierungsbuttons für den Naziaufmarsch am 4. Juni in Braunschweig trugen, drang in die Halle ein, provozierte und bedrohte hierbei die AktivistInnen der UB mittels des Zeigens des „Hitlergruß“ und versuchte diese durch aggressives Gebrüll und Gestikulieren vor die Tür und damit in die Arme der anderen dort wartenden Hooligans zu locken. Die Hauptakteure dieser Attacken kamen größtenteils aus der Gruppe bzw. den Umfeld von „Kategorie Braunschweig“ (KBS).
  • Kein Fußball den Faschisten!
    Bei diesen und anderen körperlichen Übergriffen fielen immer wieder Äußerungen wie:
    „Juden UB“, „Scheiß Zecken“ oder „Antifa-Ultras aufs Maul“. Nicht nur dieser Umstand zeigt somit eindeutig die politische Dimension der Angriffe von rechten Hooligans in Braunschweig. Mitglieder der Gruppe „Kategorie Braunschweig“ sind mit „Hitlergruß“ auf zahlreichen Gruppen-Fotos im Internet zu sehen. Doch die Sympathie für faschistische Ideologien zeigt sich nicht nur in symbolischer Weise – auch die Teilnahme an Naziaufmärschen verdeutlicht, dass einige Mitglieder in der regionalen Naziszene fest verankert sind. Personen wie S****** „Gambo“ L*******, Gründer der sich inzwischen aufgelösten Organisation „Autonomen Nationalisten Harz und Heide“ (ANHH) oder M**** B*******, welcher seit Jahren an Naziaufmärschen teilnimmt und sich im Umfeld der „Autonomen Nationalisten Wolfenbüttel/Salzgitter“ (ANWF/SZ) bewegt, sind der Hooligangruppe Kategorie Braunschweig zuzuordnen.
    D****** D*********, selber Mitglied bei KBS und Betreiber eines Online-Versands für Nazi-Klamotten, versuchte Ende letzten Jahres gegenüber des Stadions einen „Thor Steinar“-Laden zu eröffnen, der gleichzeitig als Hooligan-Treffpunkt fungieren sollte, was an dem in den Räumlichkeiten aufgehängten Transparent der Gruppe „Kategorie Braunschweig“ zu sehen war. Dank der Recherchen des Antifaschistischen Plenums und des darauf folgenden öffentlichen Drucks konnte die Eröffnung jedoch verhindert werden. Seinen Online-Versand betreibt D******** allerdings weiterhin.

    Auch die derzeit aktivste organisierte Braunschweiger Nazikameradschaft „Thormania“, welche sich an der Mobilisierung und Organisation für den Naziaufmarsch am 4. Juni beteiligt, sympathisiert mit „Kategorie Braunschweig“ und versucht das Stadion als Rekrutierungsort zu benutzen. Thormania-Mitglied O***** „Ollo“ S*** nimmt nicht nur an Naziaufmärschen wie zuletzt in Wuppertal teil, sondern pflegt auch freundschaftlichen Kontakt mit den rechten Hooligans von Eintracht Braunschweig. Jener „Ollo“ ist ebenso verantwortlich für den Angriff auf das Jugendzentrum SUB der Falken am 5. Juli 2010. Darüber hinaus ist er ganz aktuell auf dem Mobilisierungsvideo der Nazis für den geplanten „Tag der Deutschen Zukunft“ am 4. Juni ebenfalls zu sehen.

    Es reicht – wir setzen uns zur Wehr!
    Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen! Naziaufmarsch am 4. Juni verhindern!

    Die Gewalt gegen AntifaschistInnen in Braunschweig und Umgebung durch organisierte Nazis droht sich massiv zu verstärken. Aus diesem Grund wollen wir diese Entwicklungen frühzeitig stoppen und setzen dabei auf eine breite antifaschistische Solidarität. Es ist an der Zeit den Einschüchterungsversuchen von Thormania, Kategorie Braunschweig und anderen Faschisten ein Ende zu setzen!

    Daher rufen wir zu einer antifaschistischen Demonstration am 21. Mai 2011 um 14 Uhr ab dem Vorplatz des Hauptbahnhofs auf! Beteiligt Euch darüber hinaus an den Gegenaktionen zum Naziaufmarsch am 4. Juni.

    Gegen Nazis – im Stadion und überall!

    Initiative gegen rechte Hooligan-Strukturen

    UnterstützerInnen
    Antifaschistische Gruppe Braunschweig (AGB)
    Antifaschistische Jugend Seesen
    Antifaschistisches Plenum Braunschweig
    Braunschweiger Jugend gegen Rechts
    FrauenLesbenGruppe Zami
    Jugend Antifa Aktion (JAA) Braunschweig
    Nexus Braunschweig
    SJ – Die Falken KV Braunschweig
    Ultras Braunschweig (UB)

    Quelle: nonazisbs.blogsport.de

    Reale Nachnamen von nicht parteigebundenen Personen sind durch [*] von vonnichtsgewusst.blogsport.de gekürzt worden.

    blau-gelb ≠ blau-gelb

    1.)

    2.)

    3.)

    Fotoquellen:
    1.) indymedia
    2). + 3.) streetartbs.blogsport.de