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DRadio Wissen: Angriff von rechtsaußen

Der Journalist Ronny Blaschke zu Gast bei DRadio Wissen.
Gesprochen wird über sein neues Buch Angriff von rechtsaußen – Wie Neonazis den Fußball missbrauchen.

Redaktionskonferenz / Beitrag vom 27.05.2011
Fußball
Angriff von rechtsaußen

Zu Gast in der Redaktionskonferenz ist der Journalist Ronny Blaschke. Er berichtet, wie Neonazis die Fanszene der Fußballvereine unterwandern und wie die Fußballvereine bislang darauf reagieren.

Der Verfassungsschutz geht von 26.000 Rechtsextremen aus. Neonazis unterwandern die Fanszene und rekrutieren über die Jugendarbeit in Fanprojekten ihren Nachwuchs. Sie bieten das, was Jugendliche an anderer Stelle nicht finden: Zugehörigkeit zu einer Gruppe, gemeinsame Veranstaltungen, eine Identität – kurz Gemeinschaft.

Wie reagieren die Fußballvereine?

Doch wie funktionieren die Fanprojekte? Wie schaffen es rechte Gruppierungen, hier Nachwuchs zu rekrutieren? Und wie gehen die Fußballvereine selbst damit um? Darüber sprechen wir in der Redaktionskonferenz mit Ronny Blaschke. Der 1981 in Rostock geborene Autor studierte Sport- und Politikwissenschaften und verfasste ein Buch, dessen Titel wir auch zum Titel der heutigen Redaktionskonferenz gemacht haben: „Angriff von rechts – wie Neonazis den Fußball missbrauchen.“ Neben seiner Beschäftigung mit Neonazis im Fußball, berichtet Blaschke unter anderem für „Die Zeit“ und die „Süddeutsche Zeitung“ über weitere gesellschaftspolitische Hintergründe des Sports. Weitere Informationen zur Person sowie zu seinen Publikationen finden sich auf der Homepage von Ronny Blaschke.

Quelle: wissen.dradio.de (Der Mitschnitt aus der Redaktionskonferenz befindet sich im Audio-Player auf der DRadion Wissen-Homepage!)

„Rechte Fan- und Hooligangruppen bei Eintracht Braunschweig“

Auf der Homepage „Antifaschistisches Café“ (www.antifacafe.de.vu) wird für eine lobenswerte Infoveranstaltung geworben.
Wie dem Text zu entnehmen ist, soll es zudem am 21. Mai in Braunschweig eine Demo unter dem Motto „Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen“ geben.

Eine längst überfällige Reaktion auf die Nazi-Aktivitäten einiger BTSV-Fans, die ihre extrem rechte Gesinnung gerne bei Sportveranstaltungen von Eintracht Braunschweig und bei Fan-Treffen außerhalb der Spieltage offen zeigen, und somit das Bild des rechten Fans von Eintracht, auch über die Grenzen von BS hinaus, seit nunmehr annähernd dreizig Jahren prägen.

Unbedingt empfehlenswert!

Infoveranstaltung: Rechte Fan- und Hooligangruppen bei Eintracht Braunschweig

Freitag, 13. Mai 2011 * 19 Uhr * DGB Gewerkschaftshaus (Wilhelmstraße 5 – Braunschweig)

„Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen“ lautet das Motto einer Demonstration am 21. Mai in Braunschweig. Warum es in Braunschweig so wichtig ist antifaschistische Proteste gegen rechte Hooliganstrukturen auf die Straße zu tragen, wollen wir mit dieser Informationsveranstaltung klären.In den letzten 2 Jahren kam es zu mehreren verbalen und körperlichen Übergriffen von rechten Hooligans auf AntifaschistInnen, darunter speziell auf antifaschistische Ultras. Die Erklärung dafür liegt auf der Hand: Wagten doch hier erstmalig Mitglieder der Gruppe Ultras Braunschweig in organisierter Form antirassistische sowie antifaschistische Inhalte in dem gesellschaftlichen Raum rund um die Fanszene von Eintracht Braunschweig zu platzieren. Dieser war bis dato eher durch einen vermeintlich “unpolitischen” Grundkonsens gekennzeichnet, welcher in der Realität jedoch lediglich Ausschweifer nach rechts ermöglichte und dafür sorgte, dass sich dauerhaft diskriminierende Strukturen etabliert haben, die auf Rassismus und Nationalismus basieren. Diese Strukturen werden von einem kleinen Teil bewusst gefördert und von dem Gros der übrigen ZuschauerInnen überwiegend stillschweigend hingenommen.

Die von Seiten der Gruppe Ultras Braunschweig von mal zu mal offener und bestimmter geäußerte Warnung vor rechten Aktivitäten und das gleichzeitige Artikulieren emanzipatorischer Inhalte (vor allem antifaschistische, antirassistische und antisexistische) bewirkte einen Eingriff in
den Aktionsraum rechter Personen innerhalb oder im Dunstkreis der Fanszene. Jene reagieren seither aggressiv und versuchen antifaschistische AktivistInnen durch Drohungen und Übergriffe einzuschüchtern. Dies fassen wir als ernste Bedrohung auf und wollen deshalb über rechte Aktivitäten und Gruppen innerhalb der Fanszene von Eintracht Braunschweig und deren Überschneidungen mit der lokalen Naziszene informieren.

Dabei geht es keinesfalls darum, alle AnhängerInnen der Eintracht über einen Kamm scheren zu wollen. Ganz im Gegenteil, mit dieser Infoveranstaltung soll differenziert aufgezeigt werden, wer hinter derartigen Übergriffen und Ideologien steht.
Gegen Nazis – im Stadion und überall!

Antifaschistisches Plenum, DGB Jugend, Jugend Antifa Aktion (JAA) & Ultras Braunschweig (UB)

Reaktion auf Freitod

Die Ultras Braunschweig haben sich nach dem Suizid eines im Lager Meinersen lebenden Flüchtlings aus Nepal geäußert.

Außerdem gibt es einen Beitrag auf indymedia.org , dem daraufhin verfassten Brief der Flüchtlingsheimbewohner aus Meinersen im Landkreis Gifhorn und den angrenzenden Aktivitäten in Braunschweig in Form einer Sponti vom letzten Samstag.

(Bitte)re Erkenntnis

Die Erkenntnis mag zwar bitter sein, aber immerhin wird die Realität beim Fanprojekt des VfL Wolfsburg thematisiert und nicht abgestritten:

Vom 17. Mai bis 2. Juni 2011 findet zudem die Ausstellung „Tatort Stadion 2″ in Wolfsburg statt.
Diese Veranstaltungsreihe befasst sich vor allem mit den Problemen der alltäglichen Diskriminierung und Gegenmaßnahmen gegenüber Aktivitäten von (Neo)Nazis in Fußballstadien.

Näheres gibt es hier:
Fanprojekt Wolfsburg
Tatort Stadion

Der Blick schweift nach Westen

Eine kurze Fotostrecke über einige Antira-Aktionen (u.a.) der Hannoveraner Ultrà-Gruppe Brigade Nord 1999.


Gemeinsam gegen Rassismus-Choreo


Gemeinsam gegen Rassismus-Fahne


96 gegen Rassismus-Schal und Büchertisch mit Antira-Infomaterial


All gender are beautiful! und Kein Fussball den Rassisten-Zaunfahne


Unterstützung für ein unabhängiges Jugendzentrum


AK Antira zur Unterstützung der Meinerser Flüchtlinge
„Solidarität muss praktisch werden! Menschenwürdige Wohnungen für Flüchtlinge in Meinersen“


Rote Karte für Abschiebungen


„Schünemann: 1.077 Abschiebungen 2006! Ist das Ihre Form von Antirassismus?“