Archiv der Kategorie 'Veranstaltungen'

Fußball und Männlichkeit

Die Antifaschistische Gruppe Braunschweig (AGB) veranstaltet den aktuellen Antifa Info Abend und hat zu diesem den Journalisten Jan Tölva eingeladen, der über o.g. Thema referiert.

Antifa Info Abend Do, 26.07 – 19 Uhr – Nexus – Fußball und Männlichkeit

Wenn von Fußball und Geschlechterverhältnissen die Rede ist, wird für gewöhnlich sofort von Frauen gesprochen. Kaum jemand spricht von den männlichen Fußballfans. Dabei sind zwei Drittel der Fußballfans männlichen Geschlechts. Bei Ultras ist die Quote sogar noch deutlich höher. Kann das Zufall sein?

Dieser Vortrag soll sich mit den Themen Männlichkeit und Fankultur beschäftigen und mit der Frage wie beide zusammenhängen. Es wird ein Blick geworfen auf die Rituale und die Alltagspraxis von Fußballfans und darauf wie diese performativ Identität(en) konstruieren. Dabei wird davon ausgegangen, dass „Männlichkeit“, wie sie in dieser Gesellschaft gelebt wird durchaus ein Problem darstellt, mit dem es sich zu beschäftigen gilt, wenn eine antihomo- und trans*phobe, antisexistische und patriarchatskritische oder anders gesagt eine feministische und emanzipatorische Kritik und Praxis entwickelt werden soll.“

* Jan Tölva ist freier Journalist, Soziologe und Fußballfan und lebt derzeit in Berlin.

Am Donnerstag, 26.07.2012 ab 19 Uhr im Nexus Braunschweig

Quelle: agb.blogsport.de

14. April: Kicken und feiern

An dieser Stelle möchte auf dem vonnichtsgewusst-Blog kurzfristig die Werbetrommel, für die bevorstehenden Veranstaltungen am Samstag in Braunschweig, gerührt werden.

Die Initiative gegen rechte (Hooligan-) Strukturen und die DGB-Jugend organisieren:

Kicken:
Samstag, 14.04.2012 ab 10 Uhr, Sporthalle der IGS Franzsches Feld, Grünewaldstr. 12, Braunschweig

Feiern:
KEINE EINTRACHT MIT NAZIS! – Party
Samstag, 14.04.2012 ab 21 Uhr, Nexus, Frankfurter Str. 253, Braunschweig

Quellen und alles zum Samstag auf dem Blog:
Initiative gegen rechte (Hooligan-) Strukturen, nonazisbs.blogsport.de

Veranstaltungstipp

Am kommenden Dienstag, 24. Januar 2012, findet im Nexus in Braunschweig eine Infoveranstaltung zum Thema Flüchtlingspolitik in Deutschland statt.

Wenn Schutzsuchende zu Verfolgten werden
Infoveranstaltung mit Nurjana & Nuradil
Beginn: 19:00 Uhr

Es gibt wohl nur wenige Leute die sich vorstellen können, wie es ist, wenn man abgegrenzt von der Mehrheitsgeschellschaft, weit weg vom öffentlichen Leben aufwächst, an einem Ort, wo Menschlichkeit anscheinend keine Rolle mehr spielt. Untergebracht in staatlich organisierten Lagern, in den sich mehrere Leute in winziges Zimmer (5 Personen auf 20qm) teilen müssen, die Hygienequalität katastrophal ist und Lebensmittel nur mit abgezählten Gutscheinen zu erhalten sind.
Auch die beiden Geschwister Nurjana und Nuradil haben diesen „Alltag“ in einem Flüchtlingslager ertragen müssen. Nur durch eine enorme Energie und viel Unterstützung von Organisationen, die sich für Menschenrechte einsetzen, gelang es den beiden aus dem Flüchtlingslager in Meinersen (Landkreis Gifhorn) in private Wohnungen zu ziehen. Doch ihr politisches Engagement verstärkte das Wirken staatlicher Repressionsorganen, die mit Hausdurchsuchungen und des ständiger Androhens der Abschiebung probieren sie einzuschüchtern.

Um zu erfahren, wie die staatlichen Repressionen das Leben der beiden Geschwister beeinflusst und wie sich viele Menschen für eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis und ein Ende der Repression einsetzen, laden wir herzlichst zu unserer Infoveranstaltung mit Nurjana & Nuradil ein.

Wir hoffen wir können viele interessierte Leute begrüßen, die die systematische, menschenverachtende Flüchtlingspolitik in Deutschland, genauso wie wir zum Kotzen finden.

Ultras Braunschweig // Arbeitskreis Antirassismus

via ub01.de & dasnexus.de


Nurjana für die Initiative Jugendliche ohne Grenzen (JOG)


Spruchbänder der Ultras beim Frauen-Handballspiel in Liebenburg.
Fotoquelle: ub01.de

03. Dezember: Solidarisch gegen rechte Gewalt

Die Initiative gegen rechte (Hooligan-)Strukturen bewirbt auf ihrem Info-Blog die unten stehende Heimspielveranstaltung am 03. Dezember 2011 in der Güldenhalle und ruft zum Dabei sein auf:

Am Samstag, den 3. Dezember 2011 rufen wir zu einem gemeinsamen Besuch des Frauen-Handballspiels des BTSV in der Güldenhalle auf, um ein solidarisches Zeichen gegen rechte Gewalt und für eine antifaschistische Fankultur zu setzen. Treffpunkt für antifaschistischen Spaziergang zur Halle: 16 Uhr am Kohlmarkt

Im Anschluss an die Herren-Fußballpartie Eintracht Braunschweig gegen den FC St. Pauli am Sonntag, den 28. August 2011 griffen etwa 30 rechte Hooligans eine Gruppe von acht Ultras & Fußball Fans an, als diese nach Spielende das Gelände des Eintracht-Stadions verlassen wollten. Trotz der Anwesenheit von Teilen des Ordnungsdienstes während des Vorfalls und der anschließenden Veröffentlichung einer Pressemitteilung haben sich die Verantwortlichen des BTSV bis dato nicht geäußert. Dabei stellt diese Attacke keinen Einzelfall dar, sondern steht in einem Kontext mit der immer länger werdenden Chronik rechter Übergriffe auf die sich offen antifaschistisch positionierende Gruppe Ultras Braunschweig.

Diese Ereignisse zeigen zum wiederholten Male, warum es notwendig und wichtig ist, dass Fans genau so wie alle anderen Menschen in dieser Gesellschaft klar gegen Nazis und ihre faschistische Ideologie Flagge zeigen. Denn auch im Stadion entsteht rechte Gewalt nicht aus dem Nichts, sondern benötigt einen fruchtbaren Boden, auf dem sie gedeihen kann.

Auch Fankultur hat antifaschistisch zu sein – Basta!

Der Slogan der rechten Hooligan-Band Kategorie C: „Fußball bleibt Fußball und Politik bleibt Politik“ trifft auf großes Akzeptanz sowohl in Braunschweig, als auch in vielen Fanszenen darüber hinaus. Dieser Versuch den gesellschaftlichen Raum des Stadions als unpolitisch zu verkaufen, führt in der Realität eher dazu, dass sich Nazis an diesem Ort relativ ungestört bewegen und dort agieren können.
Doch überall wo Nazis auftauchen, müssen die Menschen ihnen klar machen, dass sie hier nichts zu suchen haben. Überall wo Nazis mit ihrer Kleidung oder ihren Sprüchen ein Klima der Angst schaffen, das Menschen ausgegrenzt, muss die Devise klar sein: Nazis raus!
Deshalb stehen wir offen für eine Fankultur mit einem antifaschistischen Grundkonsens ein, denn unserer Meinung nach darf es keine Freiräume für Nazis geben – nirgendwo!

Gemeinsam solidarisch gegen rechte Gewalt

Am Samstag, den 3. Dezember 2011 werden wir mit dem Frauen-Handballspiel des BTSV gegen den MTV Vorsfelde erstmals nach den Übergriffen wieder eine Sportveranstaltung in Braunschweig gemeinsam besuchen. Damit sich Szenarien wie kürzlich beim Heimspiel gegen St. Pauli oder am 27. November 2010 beim Spiel der Handball-Frauen in der Alten Waage nicht wiederholen, als eine Gruppe rechter Hooligans versuchte die anwesenden Ultras anzugreifen, treffen wir uns um 16 Uhr auf dem Kohlmarkt um von dort aus mit einem antifaschistischen Spaziergang gemeinsam zur Spielstätte an der Güldenhalle zu gehen.
Wir rufen alle Eintracht Fans und andere Mitmenschen dazu auf sich klar gegen rechte Ideologien zu positionieren. Kommt zum Spiel, unterstützt uns und tauscht euch mit uns über die Arbeit gegen rechte Gewalt aus.

Keinen Ort – Raum – Straße – Halle oder Stadion für Nazis!

via nonazisbs.blogsport.de

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FARE Aktionswoche Hannover

via FARE Network

4.Juni – Mobi-Videos

Nazi-Aufmarsch am 4.Juni 2011 in Braunschweig verhindern!

Demo-Aufruf 21. Mai 2011

Zur Demonstration am 21. Mai wurde nun von den Beteiligten der „Initiative gegen rechte Hooligan-Strukturen“ ein spezieller Blog installiert auf dem der Aufruf zur antifaschistischen Demo „Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen!“ online gegangen ist.
Und der sieht so aus:

Der Demo-Aufruf:

Demo-Aufruf: Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen!

Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen! Naziaufmarsch am 4. Juni verhindern!

>>> Für den 21. Mai 2011 rufen wir zu einer breiten antifaschistischen Demonstration in Braunschweig auf. Kommt Zahlreich! Beginn ist um 14 Uhr auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs.< <<

Zunehmend sind Faschisten im Stadtbild von Braunschweig präsent und agieren des öfteren gewalttätig gegenüber alternativ aussehenden Jugendlichen und anderen Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen. So kam es im Laufe der letzten zwei Jahre im Raum Braunschweig zu mehreren Übergriffen durch Nazis. Oftmals traf diese Gewalt gezielt antifaschistische AktivistInnen aus dem Umfeld der Gruppe Ultras Braunschweig (UB). Die Angreifer stammen dabei überwiegend aus dem Hooligan-Spektrum rund um die Fanszene des Vereins Eintracht Braunschweig. Organisierte Nazis sind ein fester Bestandteil in Braunschweiger Hooligan-Strukturen und auch in einigen Fan-Gruppen wird rechtes Gedankengut propagiert oder zumindest widerspruchslos toleriert. Diese stillschweigende Akzeptanz birgt auch im Stadion die Gefahr, dass sich menschenverachtende Ideologien und Meinungen ausbreiten und als salonfähig
betrachtet werden.

Chronologie faschistischer Übergriffe auf linke Ultras
In Hooligankreisen herrscht ein stark ausgeprägtes Verhältnis von Gewalt, Rassismus und Nationalismus, welches sich in der Vergangenheit oftmals gegenüber linken Ultras der Gruppe UB entlud. Im Folgenden ein Auszug aus der Chronologie derartiger Vorfälle:

  • Am 28. Februar 2010 belästigten Mitglieder der Fangruppe Liontology Braunschweig einige antifaschistische Ultras und andere Antifa-AktivistInnen vor der Diskothek „Merz“ mit dem Zeigen des „Hitlergruß“ und „Sieg Heil“-Rufen. In Folge dessen kam es zu einer Auseinandersetzung.
  • Am Abend des 14. April 2010 ereignete sich ein Angriff durch sechs Hooligans, die versuchten den damaligen Treffpunkt der UB zu stürmen, welcher zu diesem Zeitpunkt von zahlreichen Menschen besucht war, wobei u.a. die Eingangstür durch massive Gewalteinwirkung zerstört wurde. Bereits einige Monate zuvor attackierten Personen aus den selben Kreisen in den Abendstunden mittels eines Böllers den Treffpunkt und verletzten im Anschluss einen Aktivisten der UB durch körperliche Gewalteinwirkung.
  • Den bisherigen Höhepunkt im negativen Sinne stellt allerdings der versuchte Überfall von etwa 20-25 Personen am 27. November 2010 auf das von UB besuchte Frauenhandballspiel in der Sporthalle „Alte Waage“ dar. Ein Teil der Angreifer, die Mobilisierungsbuttons für den Naziaufmarsch am 4. Juni in Braunschweig trugen, drang in die Halle ein, provozierte und bedrohte hierbei die AktivistInnen der UB mittels des Zeigens des „Hitlergruß“ und versuchte diese durch aggressives Gebrüll und Gestikulieren vor die Tür und damit in die Arme der anderen dort wartenden Hooligans zu locken. Die Hauptakteure dieser Attacken kamen größtenteils aus der Gruppe bzw. den Umfeld von „Kategorie Braunschweig“ (KBS).
  • Kein Fußball den Faschisten!
    Bei diesen und anderen körperlichen Übergriffen fielen immer wieder Äußerungen wie:
    „Juden UB“, „Scheiß Zecken“ oder „Antifa-Ultras aufs Maul“. Nicht nur dieser Umstand zeigt somit eindeutig die politische Dimension der Angriffe von rechten Hooligans in Braunschweig. Mitglieder der Gruppe „Kategorie Braunschweig“ sind mit „Hitlergruß“ auf zahlreichen Gruppen-Fotos im Internet zu sehen. Doch die Sympathie für faschistische Ideologien zeigt sich nicht nur in symbolischer Weise – auch die Teilnahme an Naziaufmärschen verdeutlicht, dass einige Mitglieder in der regionalen Naziszene fest verankert sind. Personen wie S****** „Gambo“ L*******, Gründer der sich inzwischen aufgelösten Organisation „Autonomen Nationalisten Harz und Heide“ (ANHH) oder M**** B*******, welcher seit Jahren an Naziaufmärschen teilnimmt und sich im Umfeld der „Autonomen Nationalisten Wolfenbüttel/Salzgitter“ (ANWF/SZ) bewegt, sind der Hooligangruppe Kategorie Braunschweig zuzuordnen.
    D****** D*********, selber Mitglied bei KBS und Betreiber eines Online-Versands für Nazi-Klamotten, versuchte Ende letzten Jahres gegenüber des Stadions einen „Thor Steinar“-Laden zu eröffnen, der gleichzeitig als Hooligan-Treffpunkt fungieren sollte, was an dem in den Räumlichkeiten aufgehängten Transparent der Gruppe „Kategorie Braunschweig“ zu sehen war. Dank der Recherchen des Antifaschistischen Plenums und des darauf folgenden öffentlichen Drucks konnte die Eröffnung jedoch verhindert werden. Seinen Online-Versand betreibt D******** allerdings weiterhin.

    Auch die derzeit aktivste organisierte Braunschweiger Nazikameradschaft „Thormania“, welche sich an der Mobilisierung und Organisation für den Naziaufmarsch am 4. Juni beteiligt, sympathisiert mit „Kategorie Braunschweig“ und versucht das Stadion als Rekrutierungsort zu benutzen. Thormania-Mitglied O***** „Ollo“ S*** nimmt nicht nur an Naziaufmärschen wie zuletzt in Wuppertal teil, sondern pflegt auch freundschaftlichen Kontakt mit den rechten Hooligans von Eintracht Braunschweig. Jener „Ollo“ ist ebenso verantwortlich für den Angriff auf das Jugendzentrum SUB der Falken am 5. Juli 2010. Darüber hinaus ist er ganz aktuell auf dem Mobilisierungsvideo der Nazis für den geplanten „Tag der Deutschen Zukunft“ am 4. Juni ebenfalls zu sehen.

    Es reicht – wir setzen uns zur Wehr!
    Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen! Naziaufmarsch am 4. Juni verhindern!

    Die Gewalt gegen AntifaschistInnen in Braunschweig und Umgebung durch organisierte Nazis droht sich massiv zu verstärken. Aus diesem Grund wollen wir diese Entwicklungen frühzeitig stoppen und setzen dabei auf eine breite antifaschistische Solidarität. Es ist an der Zeit den Einschüchterungsversuchen von Thormania, Kategorie Braunschweig und anderen Faschisten ein Ende zu setzen!

    Daher rufen wir zu einer antifaschistischen Demonstration am 21. Mai 2011 um 14 Uhr ab dem Vorplatz des Hauptbahnhofs auf! Beteiligt Euch darüber hinaus an den Gegenaktionen zum Naziaufmarsch am 4. Juni.

    Gegen Nazis – im Stadion und überall!

    Initiative gegen rechte Hooligan-Strukturen

    UnterstützerInnen
    Antifaschistische Gruppe Braunschweig (AGB)
    Antifaschistische Jugend Seesen
    Antifaschistisches Plenum Braunschweig
    Braunschweiger Jugend gegen Rechts
    FrauenLesbenGruppe Zami
    Jugend Antifa Aktion (JAA) Braunschweig
    Nexus Braunschweig
    SJ – Die Falken KV Braunschweig
    Ultras Braunschweig (UB)

    Quelle: nonazisbs.blogsport.de

    Reale Nachnamen von nicht parteigebundenen Personen sind durch [*] von vonnichtsgewusst.blogsport.de gekürzt worden.